Schaute man bis jetzt auf die DIV Vegane Karte, war in Osthessen ein klaffendes Loch. Dabei gibt es schon seit 2002 das vegetarische Restaurant Aubergine in Fulda, das auch ein breites veganes Angebot hat. (Rein vegane Lokale gibt es in Fulda leider noch nicht.)

Zum ersten Mal war ich in der Aubergine kurz nach ihrer Eröffnung, lange vor meiner veganen Zeit, jedoch war meine Schwester damals schon vegetarisch. Heute als Veganerin weiß ich diesen fuldaer Vorreiter in Sachen ‘tierfrei’ umso mehr zu schätzen.

Ambiente

Die Aubergine wirbt mit dem Slogan “klein und fein”, und das trifft durchaus zu. Das Lokal ist relativ klein und verwinkelt, mit zwei kleinen Terrassen und einem Wintergarten, was es aber sehr gemütlich macht. Die terracottafarbenen Wände und grüne Einrichtung geben dem Lokal ein südländisches Flair. Der Service ist sehr gut, immer entspannt und freundlich.

Essen & Trinken

Ich muss gestehen, dass ich fast immer das all-you-can-eat “Mittags-Schlemmer-Buffet” für €10,80 nutze, wenn ich in die Aubergine gehe. (Abends gibt es à la carte.) Neben dem Buffet hängt eine Tafel, auf der klar markiert ist, welche Gerichte vegan sind. Wenn man im Voraus anruft und sich als Veganer ankündigt, gibt es noch mehr vegane Speisen. Dieses Angebot habe ich bisher noch nicht in Anspruch genommen, und dennoch wurde ich bisher nie von der vorhandenen veganen Vielfalt enttäuscht.

Ganz im Dienste dieses Artikels habe ich mich bei meinem letzten Besuch durch alle veganen Gerichte probiert. Als Vorspeise gab es einen knackigen gemischten Salat mit einer Gemüse-Vinaigrette und Kürbis- und Sonnenblumenkernen. Die Hauptgänge waren ein Tofu-Tomaten-Ragout mit Spaghetti, asiatisches Sesam-Gemüse mit Basmati Reis, sowie Ratatouille mit Rosmarinkartoffeln. Bei früheren Besuchen hatte ich auch schon sahniges Soja-Geschnetzeltes, Sellerie-Schnitzel, Soja Stroganoff, oder Lasagne.

Die Mittagsdesserts, die Teil des Buffets sind, sind normalerweise leider nicht vegan, jedoch bekam ich letztes Mal auf Anfrage einen Sojajoghurt mit Erdbeerkompett. Das klingt zwar fad, war aber erstaunlich cremig und lecker, und ich fand es nett, dass man mir so problemlos und selbstverständlich entgegenkam.

Auch die Speisekarte bietet zahlreiche vegane oder veganisierbare Gerichte. Vorspeisen kosten im Schnitt ca. €5. Die Preise der Hauptgerichte liegen zwischen €9,80 und €16,80. Desserts (z.B. veganes Tiramisu!) bekommt man danach für zwischen €4,20 und €5,20.

In der Aubergine werden vorzugsweise regionale und Bio-Produkte verwendet, wenn möglich sogar aus dem eigenen Garten. Ein Grund mehr, warum ich dieses Restaurant so schätze.

Die Liebe zu ‘bio’ wird auch beim Blick auf die Getränkekarte deutlich. Öko-Weine und Öko-Biere gibt es da, aber auch jede Menge Bio-Säfte, Schorlen, Limonaden und Bionaden.

Fazit

Leckeres veganes Essen, größtenteils in Bio-Qualität. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Solange man keine Haute cuisine erwartet, wird man in der Aubergine nie enttäuscht werden. Also, wenn Ihr mal in der Barockstadt Fulda seid, unbedingt vorbeischauen!

Restaurant Aubergine
Haimbacher Straße 51
36041 Fulda
Tel.: 0661 29 26 86 8
Email: info@restaurant-aubergine.de

Homepage
www.restaurant-aubergine.de

 

Wem haben diesen Artikel zu verdanken?

JennyJenny lebt in Bristol, UK, kommt jedoch ursprünglich aus der Fuldaer Gegend. Sie ist gelernte Seismologin, hat sich jedoch vor einigen Monaten dazu entschlossen, die Wissenschaft an den Nagel zu hängen und sich ganz dem Tierschutz und Veganismus zu widmen. Derzeit schult sie um auf Animal Campaigner und engagiert sich ehrenamtlich für zwei britische Tierschutzorganisationen. In ihrer Freizeit probiert sie am liebsten neue Rezepte oder (noch viel lieber) vegane Restaurants aus.

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