In Windeseile verbreitete sich die letzten Tage eine Neuigkeit: In Frankfurt am Main eröffnet am 31. März ab 12 Uhr das erste vegane Café – der Edelkiosk! Alle Bewohner des Rhein-Main-Gebietes können sich glücklich schätzen, gibt es ein Solches doch bisher weder in Mainz, Wiesbaden noch in Frankfurt.

Ich habe Anna, die zukünftige Besitzerin des Konzeptladens und Cafés, gefragt, ob sich nicht Lust hätte auf ein kleines Interview. Und natürlich hatte sie. Was es mit dem Edelkiosk auf sich hat, erzählt sie euch also selbst.

 

 

DIV: Erst einmal danke, liebe Anna, dass du Lust hast, meine Fragen zu beantworten!

Was genau ist denn der Edelkiosk und was wird es dort zu kaufen geben?

Anna: Danke dir, liebe Katja, dass du mir Fragen stellst! Als Unternehmensgründer freue ich mich natürlich über jede Unterstützung.

Ja und da sind wir schon beim Thema – mein Unternehmen. Der Edelkiosk wird ein Konzeptladen sein. Also kein echter Kiosk, wie es der Name verspricht.

Im Edelkiosk werden Shirts und Taschen verkauft, zum Teil aus eigener Produktion, zum Teil von Marken, die ins Konzept passen. Die T-Shirts und Taschen sollen natürlich aus Bio Baumwolle sein und aus fairem Handel. Zur Zeit arbeite ich mit Produkten der Firma Earth Positive. Die Motive für den Druck stammen aus der Feder der beiden Designer Andrea Halbroth (vectorink.tumblr.com) und Marcus Merget (www.marcus-merget.de). Außerdem arbeite ich mit der Druckerei Monkeydrive hier in Frankfurt zusammen, die die Textilien im Siebdruckverfahren bedrucken, hierbei werden Wasserfarben verwendet, was ebenfalls umweltfreundlicher ist.

Außer den Textilien gibt es Literatur im Laden. Vegane Kochbücher, Infobücher und Magazine. Reichlich Platz für Infobroschüren ist natürlich auch vorgesehen!

Ja und das Herzstück des Edelkiosks schließlich ist das vegane Café. Ich biete frisch zubereitete Kuchen, Torten, Cupcakes, Cookies und mehr an, sowie die üblichen Kaffeegetränke wie Espresso, Latte Macchiato und Cappucino und Tee und Kakao. Softdrinks und Wasser wird es natürlich auch geben. Auf jeden Fall alles vegan und zum Teil auch Bio und Fairtrade.

Wie kamst du auf den originellen und schönen Namen?

Vor einer ganzen Weile saß ich mit einer Freundin zusammen und wir haben rumgesponnen, wie man das eben so macht. Irgendwie kamen wir auf die aberwitzige Idee einen Kiosk zu eröffnen. Aber keinen Standardkiosk mit Bildzeitung und Malboros, sondern etwas Edles. Ja und da lag der Name auf der Hand! Mit der Zeit hat sich die Idee verändert, der Name ist geblieben!

Und wie viel Zeit ist von der ersten Idee bis zur Umsetzung vergangen?

Das besagte Gespräch mit der Freundin war glaub ich kurz nach Weihnachten 2010. Also vor knapp 1,5 Jahren. Zu Beginn war es nur eine Idee. Richtig gearbeitet an dem Konzept und dem Businessplan habe ich dann ab September/Oktober 2011. Und Ende November habe ich dann schließlich die Kündigung eingereicht. Da schlottern einem schon die Knie. Aber die Vorfreude war bis heute immer größer, als die Angst. Ich habe auch das große Glück, dass ich so viel Unterstützung von meinen Freunden, der Familie und Geschäftspartnern erhalte. Ohne diese Unterstützung würde der Edelkiosk nicht eröffnen.

Was hat dich dazu motiviert?

Das sind ganz viele verschiedene Gründe. Zum Einen natürlich, dass ich selbst seit gut 1,5 Jahren vegan lebe und mir einen Ort in Frankfurt wünsche, an dem ich einfach essen kann. Keine Zweifel, keine Rechtfertigung, keine Ungewissheit, keine nervigen Kommentare oder Diskussionen – einfach rein in den Laden, bestellen, genießen. Es ist mir ein Rätsel, wie vegane Cafés und Restaurants in Berlin und München boomen ohne Ende, und in Frankfurt nichts Vergleichbares vorhanden ist.

Ein weiterer Grund ist, dass ich es sehr schade finde, wie schlecht der Ruf der veganen Ernährung in der breiten Bevölkerung ist. Man kann natürlich von den leckersten und cremigsten veganen Cupcakes berichten, aber ich denke sobald die Leute sie probieren werden, wird sich auch die Einstellung ein bisschen verändern. Zumindest ist das mein Wunschdenken…

Tja und der größte Beweggrund schließlich, war die Unzufriedenheit mit meinem vorherigen Job. Ich war im Marketing tätig, für eine Modefachzeitschrift. Die Modewelt ist eine schwierige Welt für Veganer. Leder, Pelz, Wolle wohin man schaut, Kinderarbeit, Ausbeutung der Arbeitskräfte, etc. Ich bin kein Träumer, ich werde die Welt mit meinem Edelkiosk nicht verändern und diese Probleme lösen können. Aber ich werde morgens mit einem guten Gefühl zur Arbeit fahren und vielleicht den einen oder die andere zum Nachdenken anregen können.

Wie viele Menschen erwartest du zur Eröffnungsparty?

Uh, diese Frage macht mir ein bisschen Angst! Haha! ;) Wahrscheinlich hast du die Zusagen auf Facebook schon gesehen. Bis heute haben 250 Personen zugesagt. Ich weiß beim besten Willen nicht, wo die alle hinsollen! Ich hoffe, dass sich die Besuche über den Tag verteilen und somit jeder sein Stück Kuchen bekommt! Immerhin soll niemand umsonst anreisen. Ich freu mich riesig über das tolle Feedback!

Und wo genau findet man den Edelkiosk?

Der Edelkiosk ist im Ostend von Frankfurt, um genau zu sein in der Rhönstraße 119. Sehr gut zu erreichen mit der U7 ab Konstablerwache oder Hauptwache bis zur Haltestelle Habsburgerallee oder Parlamentsplatz. Außerdem kann man auch den Bus 32 nehmen, ab Ostbahnhof. Parkplätze sind eher begrenzt, da der Laden in einem Wohngebiet liegt. Außerdem startet am 30. März die Frankfurter Dippemess, sodass die Gegend rund um die Eissporthalle nur für Anlieger mit dem Auto zu erreichen sein wird. Am besten das Auto stehen lassen und mit Bus, Bahn und Fahrrad vorbeischauen!

Danke noch mal, Anna!

Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es hier auf Facebook.

 

Edelkiosk

Rhönstraße 119
60385 Frankfurt

Geöffnet: Di-Do 10-20 Uhr, Fr-Sa 10-21 Uhr, So 10-18 Uhr, Mo Ruhetag

www.edelkiosk.de

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