Veganer leiden an Eisenmangel? Das stimmt nur bedingt. Eisenmangel ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, wobei Frauen grundsätzlich eher davon betroffen sind als Männer. Sicher ist: In Pflanzen steckt viel mehr Eisen, als gemeinhin angenommen. Und Veganer und Vegetarier nehmen im Vergleich zu Mischköstlern tatsächlich mehr Eisen auf. Leider wird pflanzliches Eisen jedoch schlechter resorbiert. Die folgenden Tricks verraten Ihnen, wie Sie durch richtige Handhabung und Zusammenstellung Ihrer Nahrung positiv auf Ihre Eisenaufnahme einwirken können:

TRICK 1

Eisen aus pflanzlicher Nahrung ist schwerer verwertbar als jenes aus tierischer Kost. Nimmt man aber zu jeder eisenhaltigen Nahrung auch Vitamin C auf, kann das Vitamin C das Eisen zwei- bis viermal besser verwertbar machen.

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TRICK 2

In Labortests konnte festgestellt werden, dass die Eisenaufnahme gehemmt wird, wird zusätzlich Calcium zugeführt. Zwar beruhen diese Tests auf Dosierungen, die über die alltägliche Nahrungsaufnahme kaum zu erreichen sind. Wer aber sicher gehen will, sollte entsprechende Kombinationen meiden, wie zum Beispiel eisenhaltige Haferflocken und Sojamilch, die mit Calcium angereichert wurde.

TRICK 3

Auch die in pflanzlicher Nahrung vorkommende Oxalsäure ist ein bekannter Eisenhemmer: Wem also Wert auf sein Eisen legt, sollte eisenhaltige Lebensmittel weniger oft mit solchen kombinieren, die viel Oxalsäure enthalten. Allerdings ist manch oxalsäurehaltiges Lebensmittel, wie zum Beispiel Rote Bete, oft gleichzeitig reich an Eisen. Durch Kochen, dämpfen und blanchieren kann man aber den Oxalsäuregehalt verringern.

TRICK 4

Viele Getreide und Hülsenfrüchte enthalten Phytinsäure, zum Beispiel Weizen und Soja. Phytinsäure kann sich mit dem Eisen aus der Nahrung so fest verbinden, dass eine Aufnahme des Minerals über die Darmwand nicht mehr möglich ist. Durch Fermentation, etwa im Sauerteig, aber auch gären, rösten, einweichen und keimen wird der Phytinsäuregehalt von Lebensmitteln gesenkt.

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TRICK 5

Gusseisernes Kochgeschirr! Kleinste Eisenmengen lösen sich ab und landen im Essen. Wandern von dort in unserem Magen und schließlich dahin, wo Eisen am meisten gebraucht wird: in den roten Blutzellen und Enzymen. Manchmal kann es so einfach sein!

TRICK 6

Tannine, enthalten zum Beispiel in Kaffee und grünem und schwarzem Tee, hemmen ebenfalls die Aufnahme von Eisen. Sollte ein Mangel bestehen, empfiehlt es sich, den Genuss einzuschränken, und einen großen zeitlichen Abstand zwischen Heißgetränk und Nahrungsaufnahme zu legen.

FAZIT

Grundsätzlich sollte man, unabhängig von der Ernährungsweise, bei Symptomen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit auch mal seinen Eisenwert kontrollieren lassen. Eisenmangel kann viele Ursachen haben, wie Erkrankungen, Vergiftungen und Resorptionsstörungen, und ist deswegen keineswegs immer auf ungenügende Zufuhr zurückzuführen. Nur regelmäßige Tests (und bei einem Mangel die Überwachung weiterer Parameter) helfen, den wahren Ursachen auf die Schliche zu kommen. Mehr Infos zu Eisen findet ihr bei uns in diesem Artikel.

TEXT: TERESA STEINHOF, zuerst erschienen bei food-elements.com

Hier gibt es Eisen satt zum Frühstück!

ZUTATEN

  • 100g Buchweizen
  • 100g Haferflocken
  • 30g Sonnenblumenkerne
  • 30g Rosinen
  • 400ml Hafermilch
  • 2 mittelgroße Birnen
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Prise Zimt

SO GEHT’S

1.Den Buchweizen mit Haferflocken, Sonnenblumenkernen und Rosinen über Nacht in 400ml Hafermilch einweichen.

2. Am nächsten Morgen die Birnen vierteln und das Kerngehäuse entfernen.

3. Die Birnen mit einer Reibe grob reiben (alternativ sehr klein schneiden) und unter den Müslibrei mischen.

4. Einen Spritzer Zitronensaft dazugeben, für das Plus an Vitamin C und damit die Birne sich nicht braun färbt.

5. Den Frühstücksbrei mit etwas Zimt servieren.

 

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Rezept von

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Das Rezept ist von unserem Kooperationspartner Food Elements. Food Elements ist ein Online-Magazin mit dem Fokus auf gesunde, pflanzenbasierte Ernährung. Food Elements hat es sich zur Aufgabe gemacht zu zeigen, wie leicht und lecker man sich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen kann. Mit vielen einfachen, schnellen Rezepten und mit Artikel rund um gesunde Ernährung. Das Team besteht aus Ernährungsberaterinnen und -wissenschaftlerinnen, Köchen, Food Fotografen und Designern. Alle eint die Liebe zu gutem Essen.

Mehr tolle vegane Rezepte und informative Artikel rund um die gesunde Ernährung findet Ihr unter

www.food-elements.com

Fotos: Jule Frommelt