Berlin ist um ein richtig tolles Restaurant reicher geworden, denn vor einem Monat hat das vietnamesische Restaurant „Soy“ eröffnet. Nun gibt es zwar gerade in Berlin eine unglaublich hohe Zahl an vietnamesischen Restaurants, aber solche, in denen man bedenklos vegan essen gehen kann, sind noch sehr rar. In vielen vietnamesischen Imbissen und Restaurants wird die Kokosmilch mit Kuhmilch gestreckt, ist Fischsauce mit drin oder wurde die Brühe mit Knochen angesetzt. Wer im Soy essen geht, kann da völlig beruhigt sein, denn hier ist (fast) alles vegan. Es gibt ganz wenige Ausnahmen, wo aber die total sympathische Betreiberin Lien gerade überlegt, auch diese von der Probekarte, die es zur Zeit noch gibt, zu streichen. Wer darauf hinweist, dass alles vegan sein soll, ist hier auf jeden Fall schon mal auf der sicheren Seite und wird nicht mit fragendem Blick angesehen.

Ambiente

Das Soy ist am Rosa-Luxemburg-Platz, direkt gebenüber der Volksbühne und neben dem Kino Babylon schon mal hervorragend gelegen. Vor allem aber ist es wirklich groß und total schön unkitschig, aber stylish eingerichet. Es gibt eine ganze Menge Sitzplätze drinnen – entweder auf gemütlichen Stühlen oder auf hohen Bänken – und auch draußen. Demnächst sollen draußen sogar noch mehr Plätze angeboten werden, die Beantragung läuft gerade. Auf jeden Fall ist das Soy wirklich schon mal sehr einladend, und bietet richtig viele Plätze für jede Gelegenheit.

Das Essen

Das wichtigste ist natürlich das Essen, und auch hier kann das Soy echt begeistern. Wir waren zu Dritt da, und konnten so einiges durchprobieren. Fazit: Alles superlecker! Die Salatauswahl und -qualität hat mich sehr begeistert, oder auch die durch köstlichen Saucen und Dips, die natürlich hausgemacht sind. Leckerer Bio-Tofu und ebenfalls hausgemachter Seitan ist in vielen Gerichten zu finden, aber es gibt natürlich auch viele Gerichte ohne Tofu und/oder Seitan. Die Speisekarte ist momentan noch recht groß, vielleicht wird in Zukunft noch mal ein wenig reduziert. Was direkt auffällt ist die Tapas-Rubrik, die zwischen Vorspeisen und Hauptgerichten klemmt. Das ist außergewöhnlich, vor allem aber richtig richtig gut. Die vietnamesischen Tapas sind von der Größe her ein Zwischending zwischen Vor- und Hauptspeise, preislich bewegen sie sich um die 4-5 Euro meistens. Das schöne ist, dass man so auch mal 2-3 Gerichte probieren kann, oder noch besser: Man teilt alles mit seiner Begleitung. Finde ich super!

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Die Hauptgerichte-Auswahl ist ebenfalls groß und bietet von bekannten Klassikern bis zu mir noch unbekannten Kreationen jede Menge zur Auswahl. Die Gerichte kommen allesamt nicht lieblos daher, sondern sind wirklich auch noch appetitlich serviert. Absolut top!

Service & Preise

Auch beim Service gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Professionell, schnell und freundlich. Die Gerichte kamen auch wirklich flott. Auch hier volle Punktzahl. Nicht meckern kann man auch über die Preise, die sind wirklich fair. Hauptgerichte liegen um die 8 Euro, Tapas um die 4-5 Euro.

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Fazit

Das Soy ist eine echte Bereicherung für die vegane Restaurantszene in Berlin, weil es richtig gutes vietnamesisches Essen ohne tierische Inhaltsstoffe bietet. Das ganze in einem sehr schönen Ambiente. Hinzu kommt, dass das vegane Angebot in Berlin-Mitte sowieso noch recht überschaubar ist. Das Soy ist ein wirklich tolles vietnamesisches Restaurant, in dem man gerade als Veganerin oder Veganer absolut auf seine Kosten kommt, und einen schönen Abend verbringen, oder einen günstigen Mittagstisch zu sich nehmen kann.

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Homepage vom Soy

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