Seit einigen Jahren reizt mich das Thema Gärtnern sehr, ich träumte schon länger davon, einen eigenen kleinen Garten in Berlin zu besitzen, um Gemüse anbauen zu können. Und wohl irgendwo auch, um in der Erde zu graben. Dass ich mit dieser Sehnsucht nicht alleine bin, zeigt das steigende Interesse an Urban Gardening Projekten, und in den Schrebergärten dieses Landes sieht man plötzlich nicht mehr ausschließlich Senioren, sondern immer häufiger junge Menschen. Selber gärtnern ist also „in“. Ich finde das gut, denn man erfährt durch das Gärtnern, wie schwierig es ist, Gemüse anzubauen. Man bekommt einen stärkeren Bezug zur Nahrung, weiß Selbstangebautes stärker zu wertschätzen.

Doch eine Parzelle in einer Gartenanlage bringt nicht nur Kosten, sondern auch vielfältige Verpflichtungen mit sich, die nicht jeder mag. Und ehrlich gesagt gehöre ich auch zu dieser Gruppe. Dazu kommt, dass ich sehr viel unterwegs bin, und so ein Garten macht regelmäßig Arbeit, die ich einfach nicht immer leisten könnte. So hatte ich irgendwann auch den Traum vom Garten still und leise begraben, und an dieser Stelle könnte dann auch meine kleine Geschichte traurig enden. Weit gefehlt, es gibt ein Happy End! Und das nur, weil mich die netten Leute von Meine Ernte vor einiger Zeit anschrieben, und mich fragten, ob ich nicht mal eine Saison lang ihr Konzept testen möchte. Oh ja, das wollte ich!

Das Konzept

Das Konzept von Meine Ernte ist flott erklärt. Sie pachten ein Feld, der Bauer (dem das Feld gehört), macht die erste Aussaat, und dann rücken die Städter an zum buddeln, gießen, jäten, ernten und nachpflanzen. Damit das ganze auch klappt, sorgt Meine Ernte mit Gärtnerbriefen, Workshops und Gärtnersprechstunden für viel Fachwissen und hilft damit uns ungeübten Hobby-Gärtnern auf die Sprünge. Damit man nicht erst mal den halben Baumarkt leer kaufen muss, gibt es ausserdem die ganze Infrastruktur vor Ort gestellt. In der Mitte des Feldes steht ein Bauwagen, und in dem findet man alles an Werkzeug, was man benötigt. Außerdem natürlich Wasserstellen. Man kauft sich also nur noch ein paar Gummistiefel und Handschuhe, und es kann los gehen. Ach so, vorher gilt es natürlich, sich einen Streifen des Feldes zu sichern, und hier bietet Meine Ernte zwei Größen an, je nach Haushaltsmitgliederzahl.

Ist das Gemüse oder kann das weg?

Ungefähr 20 Gemüsesorten werden für den Anfang gesät, und kleine Schildchen an einem Musterstreifen zeigen, wie das eigene Feld bestenfalls gerade aussehen soll. Man wird nämlich ganz schnell merken, dass das ganze doch gar nicht so einfach ist, wie man vielleicht denken mag. Besonders am Anfang fragst du dich ständig: „Ist das Gemüse oder kann das weg?“. Es gilt also, sich hier ein wenig schlau zu machen, aber auch dabei hilft Meine Ernte, u.a. auch mit nett gemachten Videos. Überhaupt supergut, was man an zusätzlichen Infos von den Machern regelmäßig bekommt, z.B. Kräutermischungen selber machen oder gar zu Kartoffeldruck. Gefällt mir richtig gut, was die Leute von Meine Ernte auf die Beine gestellt haben.

Wenn dich das interessiert, schau doch mal nach, ob es auch in deiner Stadt ein Feld von Meine Ernte gibt. Für diese Saison bist du wohl zu spät dran, aber für die nächste kann man sich ja schon mal ein Erinnerung ins Handy packen, zudem die Gärten echt richtig beliebt sind. Ich werde noch mal berichten, was ich alles so geerntet habe!

Hier mal ein paar erste Impressionen:

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