Kuchen. Das schönste und wichtigste Thema dieser Welt. Zum Glück gibt es Menschen, die das genauso sehen wie ich. Manche von ihnen erschaffen kleine Zauberorte, wo es ganz viel von diesen süßen Wunderwerken gibt. Und da die Orte, wo man feinen und auch veganen Kuchen bestaunen, kaufen sowie direkt genießen kann, noch nicht so weit verbreitet sind, wie ich mir das erträumen würde, freue ich mich über jede Neuentdeckung. Die aktuellste eröffnete vor kurzem im 9. Wiener Gemeindebezirk, heißt Bröselei und lässt mein passioniertes Kuchenherz höher schlagen. Schon alleine deshalb, weil hier alles komplett glutenfrei ist und ich einfach gerne neue Inspirationen sammele bzw. dazulerne. Und von wem könnte man besser lernen als von jemandem, der seit vielen Jahren mit glutenfreien Mehlen experimentiert? Sabine Aichmann, die Inhaberin der Bröselei, hat es getan und da sie nicht nur verliebt ins Backen ist, sondern sich zudem gesundheitsbedingt selbst glutenfrei ernährt und auch noch Diätolgie studiert hat, weiß sie bestens, was in der Rührschüssel landen muss, um köstliche Endergebnisse zu produzieren.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es wahrlich nicht ganz einfach ist, ohne Gluten zu backen – Textur und Geschmack sind einfach etwas anders und schon öfters fand ich glutenfreien Kuchen fad oder trocken. Mein Testnaschen in der Bröselei kann diese Erfahrung jedoch nicht bestätigen.

Ausführlicher Geschmackstest

Meinen ersten Besuch stattet ich dem kleinen Café mit Simone, alias SCHNITTE, ab – eine Meisterin der veganen Backkunst und ebenso verrückt nach Kuchen wie ich. Wir entschieden uns für Schoko-Brownie und Vanille-Heidelbeertarte und nahmen jedes Gäbelchen davon genauestens unter die geschmackliche Lupe. Unser Resümee: schokoladig, saftig, fruchtig, lecker und eindeutig lustmachend auf mehr. Also prüfte ich bei einem zweiten Besuch die Mohn-Marillen-Muffins und die Bananen-Kokos-Schnitten, die der ersten Verkostung in keinster Weise nachstanden. Das Sortiment an süßen Dingen umfasst übrigens täglich vier bis fünf Sorten, dazu gibt es noch Kuchen im Glas und Cookies sowie  Herzhaftes wie Brötchen, Panini oder Ciabatta. Die Auswahl ist also überschaubar, dadurch aber immer frisch. Und damit es nicht langweilig wird, wechselt die Palette wöchentlich. Alles, was ich bisher gesehen habe, war vegan, aber offenbar gibt es auch einige wenige Produkte, die mit Eiern gebacken werden – also auf die Kennzeichnung achten oder einfach nachfragen.

Fair gehandelter Kaffee mit Bio-Reismilch

Die Kaffeespezialitäten werden mit fair gehandeltem Kaffee, und falls gewünscht mit Bio-Reismilch, zubereitet. Die Bio-Teesorten schmecken extrem fein. Da finde ich es als „Sehr-viel-Teetrinkerin“ etwas schade, dass die Tassen nicht größer sind oder der Tee nicht in kleinen Kannen serviert wird.

Auch zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz hat man sich in der Bröselei Gedanken gemacht: Die Zutaten der Backwaren sind regional und saisonal. Für das Take-away kommen Bio-Kunststoff, Holzbesteck und Tüten aus Stärke zum Einsatz. Als Statement gegen die Überflussgesellschaft sind Frischwaren eben einfach ausverkauft, wenn sie wider Erwarten noch vor Ladenschluss rasenden Absatz fanden.

Fazit: Die Bröslei ist ein feiner und liebevoll geführter Ort, wenn ich fernab von meiner eigenen Backstube, Kuchen essen möchte. Hier schmecken glutenfreie Kuchen, Tartes und Muffins ganz „normal“ und ich freue mich auf viele neue Überraschungen des sich stetig weiterentwickelnden Sortiments.

bröselei – Das glutenfreie Backatelier
Strudlhofgasse 1
1090 Wien

Öffnungszeiten:
Di-Fr 11:30-18:00
Sa 11:30-16:00

www.broeselei.at, www.facebook.com/broeselei

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