© Heckmair

Heute haben wir ein geniales veganes Rezept von Sebastian Copien für euch: Rauchiges Seitlinggulasch mit Semmelknödeln. Klingt schon verdammt gut, oder? Dieses Rezept, das uns Sebastian freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, ist eines von vielen leckeren Rezepten aus seinem Buch „Die vegane Kochschule„, das wir wärmstens empfehlen möchten! Wir wünschen euch jetzt viel Spaß beim Nachkochen und genießen!

Übrigens haben wir Sebastian ausführlich interviewt, das Interview kannst du hier nachlesen – und wenn du schnell bist, sogar noch einen Seminarplatz im Wert von 294 Euro gewinnen!

Für 3–4 Portionen
Arbeitszeit 45 Minuten
Kochzeit 1,5 Stunden

Zutaten

Foodmatic Personal Mixer PM1000

Für das Gulasch:

  • 8 EL Bratöl
  • 450 g Zwiebeln, geschält und in Ringe geschnitten
  • 250 g festkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt
  • 450 g Kräuterseitlinge, halbiert
  • 250 g Austernseitlinge, fein geschnitten
  • 300 ml trockener veganer Rotwein
  • 3 Knoblauchzehen, geschält
  • 4 g getrocknete Steinpilze
  • 1 EL Majoran
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL frischer oder getrockneter Thymian
  • 2 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1⁄2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 Prise Chilipulver
  • 2 EL Rohrohrzucker
  • 1 TL Salz
  • 1 EL fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 450 ml Gemüsebrühe

Für die Semmelknödel:

  • 500 ml Mandel-Dinkel-Milch
  • 1 TL Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • geriebene Muskatnuss
  • 260 g Knödelbrot
  • 1 TL Bratöl
  • 1 große Zwiebel, geschält und gewürfelt
  • 6 EL Petersilie, fein geschnitten
  • 10 g helles Leinmehl, mit 100 ml Mandel-Dinkel-Milch verquirlt (»Lein-Ei«)
  • 4 EL Semmelbrösel
  • 10 g Maisstärke
  • 2 EL Lupinenmehl oder Sojamehl
Zubereitung

Den Backofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. In einem schweren Schmortopf das Bratöl erhitzen und darin die Zwiebelringe 5 Minuten bei hoher Temperatur schön braun anbraten. Die Kartoffelwürfel, die Kräuter- und die Austernseitlinge dazugeben und alles für weitere 5 Minuten braten. Alles mit dem Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Den Knoblauch, die Steinpilze und alle weiteren Gewürze dazugeben und kurz anrösten, dann alles mit der Gemüsebrühe aufgießen.

Den Schmortopf in den vorgeheizten Ofen schieben und das Gulasch 1 1⁄2 Stunden mit geschlossenem Deckel schmoren. Alle halbe Stunde durchrühren. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Semmelknödel die Mandel-Dinkel-Milch erhitzen, mit 1 TL Salz und je einer guten Prise Pfeffer und Muskatnuss würzen und über das Knödelbrot gießen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und darin die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen. Die Petersilie dazugeben, kurz anbraten und die Mischung dann unter die Knödelmasse heben. Alles locker vermengen, 10 Minuten ziehen lassen, noch einmal durchmischen und wieder 10 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit das »Lein- Ei« anrühren und 10 Minuten ziehen lassen, dann zusammen mit der Stärke, dem Lupinenmehl und den Semmelbröseln behutsam, aber gründlich mit der Knödelmasse vermengen. Je weniger das Knödelbrot gequetscht wird, umso luftiger werden die Knödel. Ist die Masse zu klebrig, mehr Mehl und Semmelbrösel einarbeiten, ist sie zu trocken, mit etwas veganer Milch verflüssigen, bis sie eine gut formbare Konsistenz besitzt.

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und salzen, dann die Hitze reduzieren, bis es nur noch leicht aufwallt, aber nicht mehr sprudelt. Mit leicht feuchten Händen einen golfballgroßen Testknödel formen und diesen ins Wasser geben. Hält er die Form, aus der restlichen Knödelmasse Knödel formen und diese auf einem leicht feuchten Schneidebrett ablegen. Zerfällt der Testknödel, noch Mehl und Semmelbrösel in die Masse einarbeiten. Die Knödel vorsichtig in den Topf geben und so verteilen, dass sie nicht übereinander liegen. Etwa 20 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen, dabei immer darauf achten, dass das Wasser nicht aufkocht.

Das Gulasch mit frischer Petersilie bestreuen und mit den Knödeln servieren. Auch etwas Cashewsahne passt gut.

Tipp: Knödelbrot kann man aus trockenen Brötchen machen oder fertig kaufen. Ich stelle es immer aus altbackenen Brötchen her. Diese in einem Stoffbeutel an einem trockenen Ort sammeln. Dann die jeweils benötigte Menge in Würfel schneiden. Je nach Trockenheit des Knödelbrots braucht man beim Zubereiten des Knödelteigs mehr oder weniger Flüssigkeit. Ziel ist ein Teig, der gut formbar ist, nicht zu sehr klebt und auch beim Kochen zusammenhält.

Und hier noch mal das passende Foto zum Rezept in voller Pracht:

(c) Heckmair/Christian Verlag