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Die exotische rosafarbene Stange mit etwas Blattgrün on top fasziniert die Menschheit schon sehr lange. Fälschlicherweise wird Rhabarber oft für Obst gehalten, doch es ist ein Gemüse, und zwar ein Knöterichgewächs.

ALLGEMEINES

Die leckere Gemüsestange ist eine sommergrüne Pflanze und kann bis zu 2 m hoch wachsen. Wir verwenden von der Pflanze nur die Blattstiele, die wir dann zu Kompott, Marmeladen oder Desserts verarbeiten.
Der Anbau ist mit viel Aufwand verbunden und doch wird er jedes Frühjahr betrieben, da wir Rhabarber einfach lieben. In Deutschland verarbeiten wir hauptsächlich die roten Stiele, indem wir sie klein schneiden und dann zu Süßspeisen weiterverarbeiten. Obwohl Rhabarber ja ein Gemüse ist, wird er meistens wie ein Obst behandelt.
Die Blätter und das unterirdische Rhizom sind nicht essbar. In der gesamten Pflanze ist Oxalsäure enthalten, die gesundheitsschädigend ist. Daher muss Rhabarber immer gekocht und darf niemals roh gegessen werden.
In asiatischen Ländern gilt Rhabarber als Heilpflanze und wird als Zutat für Naturheilmittel verwendet.

HERKUNFT

Rhabarber stammt aus dem hohen Gebirge des Himalayas. Von dort aus wurde das Gemüse über die asiatische Medizin ins Abendland exportiert, wo hauptsächlich die unterirdischen Sprossenachsen zu Medizin verarbeitet wurden. Im 16. Jh. fand Rhabarber dann den Weg nach Russland und von dort aus gelangte er schließlich im 18. Jh. nach Europa.

Warenkunde Rhabarber

SAISON

Der erste Rhabarber sprießt schon im März bzw. im April, wenn das Wetter nicht so mitspielt. Ende Juni ist offizielles Saison Ende, da die Pflanze eine gewisse Regenerationszeit braucht, um sich auf die nächste Ernte vorzubereiten.

GESCHMACK

Rhabarber hat einen herb-süßlichen Geschmack und ist bisweilen auch sauer, je länger er wachsen konnte.

WIE GESUND IST DAS?

Rhabarber ist durch den hohen Gehalt unterschiedlicher Säuren auch im Geschmack sauer. Weiter enthält das Gemüse aber auch reichlich Vitamin C, Ballaststoffe und wichtige Mineralstoffe.
Wer sich figurbetont ernähren möchte, der ist bei Rhabarber besonders gut aufgehoben. Denn das Gemüse ist kalorienarm, hat kaum fett oder Zucker.
Vor allem Beta-Carotin und Vitamin C, Kalium und Kalzium sind in dem rosa Stängel vorzufinden.
Die gesamte Pflanze enthält eine hohe Menge an Oxalsäure, vor allem in den Blättern. Daher sind diese nicht zum verzehr geeignet. Der Rhabarber muss immer gekocht werden, damit sich der Oxalsäurewert in den Stängeln verringert. Die Säure kann aber auch im Magen-Darm-Trakt Bakterien und Keime bekämpfen. Dadurch wird die Verdauung angekurbelt und hilft dem Körper bei der Entgiftung.

Nährwerttabelle

Wasser
93g
Eiweiß (Protein)
0.6g
Fett
1.4g
Kohlenhydrate, resorbierbar
1.4g
Ballaststoffe
3.2g
Mineralstoffe (Rohasche)
0.6g
Organische Säuren
0.1g
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