Anzeige

Vor kurzem habe ich diesen Artikel über die vegane Lederalternative – Kork – veröffentlicht. Da die Tage langsam kürzer bzw. die Temperaturen immer frischer werden, ist der Zeitpunkt perfekt, um weitere spannende Materialien vorzustellen, die euch auch im fiesesten Winter warm halten können. Es gibt noch so viel mehr, als Pullover aus Wolle und Jacken aus Daunen. Ich selbst trage seit vielen Jahren nichts mehr aus Wolle oder Daunen – selbst von meiner Second-Hand Daunenjacke habe ich mich vor kurzem verabschiedet, weil sie mir jedes Mal beim Tragen ein mieses Gefühl vermittelt hat.

Weder Wolle noch Daunenfedern wachsen auf einem Baum – und sind auch darüber hinaus besonders „natürlich“ oder ausgesprochen nachhaltig, wie allgemein gern angenommen wird. Abgesehen davon gibt kein Tier auf der Welt seine Haut oder sein Fell freiwillig ab. Dafür kommt der Mensch dann – wie meistens – ins Spiel und schert den Kaninchen, Alpaka oder Schafen auf brutale Art und Weise die Wolle herunter. Die Tiere werden nicht artgerecht gehalten und bereits nach kurzer Zeit getötet. Noch mehr Informationen zum Thema Wolle findet ihr bei PETA. Damit sich der Mensch in flauschige Decken oder warme Jacken kuscheln darf, werden Enten und Gänse quasi doppelt gequält und ausgebeutet. Zum Einen reißt man ihnen ohne Gnade die Federn aus – zum Anderen mästet man sie qualvoll, um ihre Lebern in kurzer Zeit auf das Zehnfache der Normalgröße zu bringen. Mehr zu diesem Thema könnt ihr ebenfalls bei PETA nachlesen.

Klar, das Allerbeste ist natürlich, wenn wir alle unseren Konsum einschränken würden – sprich: Einfach weniger Klamotten kaufen! Ökologischer als jedes vegane und/oder recycelte Kleidungsstück ist es, das wir einfach das was wir haben möglichst lange tragen. Slow-Fashion statt Fast-Fashion! Am besten kauft man also gleich – wenn man etwas kauft – etwas Vernünftiges. So halte ich es auch seit einiger Weile – und ich kann euch sagen, dass diese Methode am Ende deutlich preiswerter ist, als ich am Anfang gedacht habe. Klar, eine nachhaltig produzierte, vegane Winterjacke gibt es nicht für 29,99 an jeder Ecke zu kaufen. Sie wird sich langfristig jedoch auszahlen und mir jeden Winter viel Freude bereiten.

P. S.: Wir haben bereits vor einiger Zeit einen tollen Artikel zum Thema vegane Winterjacken veröffentlicht.

Ich weiß noch genau, wie ich mich mit der gebrauchten Daunenjacke von Jack Wolfskin gefühlt habe. Sie war immer noch ganz schön teuer, stand mir aber gut – und war in meiner ersten veganen Zeit eigentlich ok. Aber richtig wohl habe ich mich nie damit gefühlt. Ich habe mich beim Ausziehen der Jacke oft geschämt, wenn man das Etikett „100 % Daunen“ sehen konnte.

Vermutlich hat auch nicht jeder die Möglichkeit gebrauchte Kleidung überall zu kaufen. Meistens sind die Möglichkeiten in kleineren Städten eingeschränkt und online (Kleiderkreisel oder Mädchenflohmarkt) kommt jedes Mal noch der Versandpreis obendrauf. Was also tun?

Recycling­mode: Nachhaltiger geht es nicht!

bleed-nachhaltige-mode

Foto: ©bleed

Das es auch anders geht zeigen diverse Modelabels, die mittlerweile einzelne oder sogar mehrere Stücke ihrer Kollektionen aus recycelten Rohstoffen kreieren. Ökologisch gesehen ist Recycling von Textilien der „normalen“ Herstellung deutlich über­legen. Wieder verwendete Baumwolle benötigt weniger Wasser, gar kein Dünger, keine Pestizide und insgesamt weniger Energie. Aber auch aus gebrauchtem Polyester kann man neues Garn gewinnen. Als Rohstoff dafür dienen meistens gebrauchte Plastikflaschen. Klar, bei diesem Verfahren wird einiges an Chemie verwendet und die PET-Flaschen meistens um die halbe Welt transportiert, aber: Die Umwelt­bilanz ist meist besser als bei der Gewinnung von Polyester aus Erdöl!

Als ein Vorreiter des Recycling-Trends gilt zum Beispiel die Outdoor-Marke Patagonia aus den USA. Seit 1993 stellt das Unternehmen Flee­cejacken aus recycelten PET-Flaschen her. Nicht zu vergessen, eines meiner Lieblingslabel Kuyichi. Der niederländische Modepionier verwendet zur Herstellung seiner Jeans und Jacken 20% Recyclingmaterial. Cool, oder?

Bleed: 100 % Eco, 100 % Fair, 150 % Yeah!

bleed-winterlandschaft

Foto: ©bleed

Last but not least, komme ich zu einem meiner liebsten Modelabels: bleed! Bereits 2008 in Süddeutschland gegründet, hat sich die Textilschmiede heute einen festen Platz auf dem grünen Markt gesichert. Vor mehr als zehn Jahren gab es „nur“ T-Shirts und Hoodies – doch heute umfasst das Sortiment eine umfangreiche Kollektion modernen Streetstyle. Vegane Mode, die nicht nur gut aussieht, sondern sich auch gut anfühlt!

Von Beginn an waren und sind wir bis heute immer auf der Suche nach besonderen Materialien. Diese nutzen wir auch gerne auf unkonventionelle Weise für innovative, funktionale und außergewöhnliche Produkte. Durch Kooperationen mit Organisationen, die unsere Leidenschaften für Natur, Mensch, Tier und Sport teilen, können wir unserer Mission gerecht werden und uns gegenseitig unterstützen. (bleed)

Die Kleidungsstücke, die ich von bleed besitze, habe ich übrigens schon einige Jahre. Mir gefällt der sportliche und doch zeitlose Look – denn er passt zu mir und meinem Leben. Ich bin sehr viel draußen unterwegs – mit und ohne Hund – deshalb kann ich mit nicht-funktionaler Kleidung wenig anfangen. Was nicht heißt, dass ich auf einen modernen Style verzichten möchte.

Besonders erwähnenswert sind die von bleed verwendeten Materialien:

Wer noch eine warme Winterjacke sucht, wird auf jeden Fall im Onlineshop von bleed fündig. Aktuell habe ich zwei Favoriten auf meiner Wunschliste, die ich nicht nur sehr schön, sondern auch vom Material her besonders spannend finde.

bleed-polartec-mantel

Foto: ©bleed

Dieser POLARTEC® Mantel ist genau mein Ding: schick und funktional! Polartec® besteht aus hochwertig verarbeitetem recycelten Polyester – ohne Abstriche bei Wärmerückhalt, Atmungsaktivität und Trockenverhalten. Dieser Mantel wird mir bestimmt viele Jahre Freude machen, da das Material als äußerst langlebig gilt. Toll, oder?!

bleed-sympatex-jacke

Foto: ©bleed

In dieser Jacke könnt ihr Ski-, Snowboard-, und Schlittenfahren, durch den Schnee stapfen und Schneeballschlachten veranstalten. Sie ist funktional und doch zeitlos und durch das satte Dunkelgrün etwas Besonderes. Der Stoff von SYMPATEX® und das Fleecefutter bestehen aus recyceltem Polyester, die Imprägnierung ist frei von PFCs und PFOAs, die Membran frei von PTFE und aufgrund der Sortenreinheit ist die Jacke auch nach dem Gebrauch wieder recycelbar. Wahnsinn!

Übrigens: bleed ist eine der ersten Marken aus dem Sport- und Streetwear-Bereich, die zusammen mit dem Membranhersteller SYMPATEX® und dem Klimaschutzberater ClimatePartner eine komplett klimaneutral hergestellte Funktionsjacke anbietet.

Das absolut Besondere ist, dass wir hier die Kombination aus vollrecycelter Jacke (inklusive der Membran) und die komplette Produktion, von Materialgewinnung bis Versand zum Endkunden, CO2-kompensiert haben. Weiterhin kann der Kunde die ausrangierte Jacke auch wieder an uns zurückgeben, die wir in einen Materialkreislauf einspeisen (wear2wear: ein Zusammenschluss europäischer Firmen), um Müll vollständig zu verhindern. (bleed)

Natürlich findet ihr im Onlineshop von bleed noch viel, viel mehr tolle Klamotten … und auch geniale Winterjacken für Herren. Übrigens kommt jedes Paket von bleed ohne Plastikmüll zu euch nach Hause und wird klimaneutral versendet!

bleed-pullover-grau

Foto: ©bleed

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit bleed. Danke dafür!

Kochkurs

 

Tags: , , , , , , , , , , ,