„Du immer mit deinen Ernährungsexperimenten!“ schimpft mein innerer Schweinehund und zieht eine Schnute, so dass er noch hässlicher aussieht als sonst eh schon. „Ich weiß genau wo das wieder enden wird. Du wirst dich den ganzen Tag nur noch mit Essen beschäftigen! Nicht dass ich etwas dagegen hätte, ginge es nur um den Akt der Nahrungsaufnahme, aber du wirst wieder stundenlang Kochbücher wälzen, Blogs studieren, einkaufen… das ist SO öde! Und wofür? Dafür dass wir demnächst nur noch Karotten und Salat knabbern. Falls du es vergessen hast: Ich bin ein Hund! Oder zumindest ein Schwein! Aber doch kein Kaninchen!“

Ich seufze, strecke die Hand aus und will ihn beruhigend hinter dem Ohr kraulen, aber er dreht sich flugs um, so dass ich nur noch sein Hinterteil sehe. „Jetzt krieg dich mal wieder ein“, sage ich beschwichtigend. „Erstens werden wir nicht nur noch Salat essen. Dieses dumme Vorurteil müsste eigentlich unter deiner Würde sein. Im Buch „Rohvolution“ sind so viele tolle Rezepte drin, hab ich dir doch gezeigt. Zweitens hab ich mich schon ganz gut informiert und bereite eh alles selbst zu, da du ja zu faul bist, so dass du nur noch essen musst, und drittens verspreche ich mir davon so einiges. Schönheit, Ausgeglichenheit, Gesundheit, Fitness. Und einen fantastischen Schlaf. Das tust du doch so gern: Schlafen! Und ein wenig glattere Haut könnte dir auch gut stehen.“ Ich beuge mich etwas weiter vor und schaffe es doch noch, die runzelige Haut über seinen Augen zu streicheln. Mein innerer Schweinehund knurrt leise, schnaubt eingeschnappt und verzieht sich in seine Hütte, demonstrativ nicht zu mir herüberschauend.

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Ich seufze noch einmal, eher belustigt als verärgert. Der wird sich auch noch mit meinem 7-Tage-Rohkost-Experiment anfreunden. Schließlich bleibt ihm auch nichts anderes übrig.

rohvolutionUnd morgen geht es los. Am heutigen Tag habe ich noch einmal alles zu mir genommen, was ab morgen wegfällt: Kaffee, Zucker, Alkohol, Veggie-Würstchen. Warum mache ich mir eigentlich so ins Hemd? Es sind doch nur sieben Tage! Als müsste ich mich ab morgen bis in alle Ewigkeit rohköstlich ernähren! Und zum Glück ist das Buch „Rohvolution“ von Chantal-Fleur Sandjon herrlich undogmatisch. Gekochtes ist in nicht allzu großen Mengen auch jederzeit erlaubt. So kann jeder in seinem eigenen Tempo die Rohkost entdecken.

Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde euch berichten, und zwar hier. Und da ich nicht die Erste aus dem DIV-Team bin, die das Rohkost-Experiment wagt, kann ich mich und könnt ihr euch z.B. auch hier schlau machen: Bei Claudi, oder bei Patrick und Sonja. Und auch zum Buch „Rohvolution“ haben wir bereits eine Rezension verfasst.

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In sieben Tagen gibt’s das Resümee. Mal sehen ob ich dann gleich mit dem 30-Tage-Programm weitermache!