Vegan ist bunt. Vegan ist vielfältig. Vegan ist spannend, von A bis Z. Heute geht es weiter mit der Serie „The Vegan ABC“. In Zukunft werdet ihr alle 14 Tage – jeden zweiten Dienstag – über ein Thema aus der veganen Welt lesen, ob über „B-Vitamine“ bei B, „Genuss“ bei G oder „Zukunft“ bei Z. Viel Spaß!

 

Vielleicht liegt es an der traurig-grauen Nebelbrühe, die sich die letzten Wochen immer wieder wie eine zu feste Umarmung um die Häuser legt. Vielleicht halte ich mich im Winter zu häufig in künstlich beleuchteten Innenräumen auf. Oder vielleicht bekomme ich auch einfach nur Torschlusspanik in Anbetracht des nahenden Weltuntergang am 21. Dezember. Wie auch immer, auf jeden Fall macht sich in mir die letzten Tage der dringende Wunsch bemerkbar, woanders zu sein, nur nicht hier. Unabhängigkeit leben, Unsinn machen, Unerfülltes angehen. Einfach… UNTERWEGS sein.

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Unterwegs im Urlaub

Unterwegs kann vieles bedeuten. Für die meisten und auch für mich ist das Unterwegs sein vor allem mit Urlaub verbunden. Mal eine Weile nicht jeden Tag in die eigenen vier Wände zurückkehren, die Arbeit Arbeit sein lassen und sich auf Neues einlassen. Länder, Städte, Natur entdecken. Aber auch ein Nachmittagsausflug am Wochenende kann einem das schönster Unterwegssein bieten – wenn man sich darauf einlässt, vermeintlich Bekanntes mal mit anderen Augen zu sehen.

Für mich stellen sich dann immer folgende Fragen: Wenn, dann wo übernachten? Wo essen? Und was?

Nach vegetarisch-veganen Unterkünften schau ich zum Beispiel auf den Seiten des VEBU – die Datenbank ist mittlerweile gut gefüllt. Viele Hotels, die eine rein vegetarische Küche anbieten, sind auch gern bereit, vegane Speisen zuzubereiten. Und wer sich von Kopf bis Fuß komplett vegan bedienen lassen möchte, dem sei die Pension der Loving-Hut-Kette am Klopeiner See in Kärnten ans Herz gelegt.

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Nicht unerwähnt lassen will ich natürlich den Blog meiner lieben Blogger-Kollegin Linda, „Veltenbummler“. Linda schreibt über ihre „Erfahrungen auf Reisen“ und teilt „viele Adressen von veganen oder zumindest vegan-friendly Restaurants, Hotels, Airlines und alles, was zum Verreisen dazu gehört.“ Ihren Blog stellt sie hier auf DIV vor.

Wer kurz oder auch länger unterwegs ist, will natürlich auch zwischendurch was essen. Ich lasse mich gern auf die verlässlichen veganen Unterwegs-Snacks wie Pommes und Salat oder Falafel ein, da man sie schließlich fast überall bekommt. Mit mehr Zeit im Vorhinein kann man aber auch viele leckere Häppchen selber zubereiten. Eine abwechslungsreiche Zusammenstellung findet ihr z.B. in dem Buch „Vegan unterwegs“ von Heike Kügler-Anger.

Ach ja: Da wir ja alle auch Umweltschützer sind: Es muss nicht jedes Jahr eine Fernreise sein (Ich hab gut Reden: Ich hab eh Flugangst…).

Unterwegs zu Freunden

Zu Freunden unterwegs zu sein ist für mich immer etwas Besonderes. Kleine verlängerte Wochenenden, die ich mit lieben Menschen, die leider in einer anderen Stadt als ich wohnen, verbringe, lassen mich oft mehr auftanken als ein langer Urlaub. Das liegt nicht nur, aber auch daran, dass ich immer königlich verpflegt werde, und zwar unabhängig von der Ernährungsweise meiner Gastgeber. Wie oft habe ich mich schon über ein liebevoll hergerichtetes veganes Frühstück gefreut. Wie oft haben wir gemeinsam nach Lokalen gesucht, in denen auch ich etwas Leckeres finden kann. Und wie oft haben wir zusammen etwas Tolles gekocht – einige meiner Rezepte sind von diesen Besuchen inspiriert worden.

Wenn ihr also einen lieben Menschen schon lange nicht mehr gesehen habt – fahrt einfach los!

Unterwegs als Lebenseinstellung

Bildlich bedeutet unterwegs zu sein aber noch viel mehr. Als Veganerin bin ich eigentlich ständig unterwegs, auch wenn der Alltag mich wieder hat. Ich bin unterwegs, um meinen Weggefährten zu erklären, warum ich mich vegan ernähre. Ich bin unterwegs, um ihnen etwas von den Grausamkeiten zu vermitteln, die die Tiere erfahren, aber auch, um sie für die Vielfältigkeit der veganen Küche zu begeistern. Ich bin unterwegs, die Menschen abzuholen, die das auch wollen. Und ich bin unterwegs, um jede Menge über mich selbst zu lernen, auch wenn das das Schwierigste überhaupt ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch viele schöne Stunden unterwegs!