Rohkostprogamm - Resümee

 

Wie sagen wir doch alle ständig: Wie die Zeit vergeht! Meine Rohkost-Woche jedenfalls ist schon wieder um. Der Schweinehund hüpft schon ganz aufgeregt vor dem Kühlschrank hin und her und freut sich, dass er morgen wieder seinen Sojajoghurt bekommt. Sei’s ihm gegönnt. Schließlich hat er tapfer durchgehalten.

Die letzten Tage waren voller Entdeckungen. Ich habe gelernt, dass man ein Gemüse-Curry nicht kochen muss, damit es lecker ist, und festgestellt, dass Blumenkohlreis und roher Knoblauch wohl nicht so mein Ding sind. Ich habe eingesehen, dass ich definitiv zu viele Mungobohnen und Alfalfasamen in mein Keimgerät gefüllt habe, so dass sie viel zu wenig Platz hatten und leider angefangen haben zu schimmeln. Und ich habe gemerkt, dass ich die einfachsten Dinge am besten finde: Die Avocado zum Abend. Der Obstsalat mit Cashews und getrockneten Aprikosen zum Frühstück. Eine Handvoll Walnüsse als Snack. Ständig den Mixer oder die Küchenmaschine anzuwerfen nervt mich fast ein bisschen. Komisch, wo es doch sonst völlig normal ist, jeden Abend Pfanne und Topf auf dem Herd zu haben.

Erstaunt hat mich, dass ich die ersten zwei Tage tatsächlich mit Kopfweh zu kämpfen hatte, was ja der Entgiftung des Körpers zugeschrieben wird. Ich habe einfach viel getrunken und war in der Sauna, um die Giftstoffe noch besser loszuwerden. Und es hat geholfen! Seit dem dritten Tag waren die Kopfschmerzen fast weg, nur am Fastentag kamen sie wieder (was einmal mehr darauf hinweist, dass sie tatsächlich eine Entgiftung anzeigen). Ich habe bestens geschlafen die 7 Tage, wobei ich nicht wirklich beweisen kann, dass das an der Rohkost lag. Probleme mit Magen und Darm hatte ich schlichtweg keine – ich scheine Rohkost wirklich gut zu vertragen.

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Ein paar Dinge habe ich tatsächlich vermisst. Der Espresso nach dem Mittagessen. Irgendwas aus der Pfanne am Abend. Ein bisschen schade finde ich das, denn ich hatte mir gewünscht, dass mich das Rohkostexperiment rein kulinarisch mehr mitreißt. Ich habe mich gut gefühlt, keine Frage, aber ich habe mich nicht signifikant besser gefühlt als vorher, und das hatte ich mir erhofft. Vielleicht habe ich es aber einfach auch nur nicht bemerkt; vielleicht fällt mir jetzt, wo ich wieder Gekochtes zu mir nehmen werde, auf, wie viel besser es mir mit Rohkost ging. Da heißt es abwarten.

An Positivem nehme ich mit, dass ich wieder viele neue Rezepte und Zutaten kennen gelernt habe, obwohl ich mit den sogenannten Superfoods eher zurückhaltend war (vor allem, weil ich es einfach verbaselt habe, rechtzeitig Gojibeeren & Co. zu bestellen). Einen Riesen-Obstsalat zum Frühstück werde ich wohl demnächst häufiger essen – komisch eigentlich dass ich das nicht längst schon mache. Ich kann Lebensmittel pur noch viel mehr genießen – eine perfekt reife Avocado ist einfach der Himmel. Und ich habe gemerkt, dass es ein Leichtes ist, auf Brot, Nudeln und sonstige „Sättigungsbeilagen“ zu verzichten – auch das werde ich wohl versuchen beizubehalten.

Welche Beziehung die Rohkost und ich in Zukunft haben werden wird sich zeigen. Zumindest haben wir gemerkt, dass wir ganz gut miteinander auskommen, auch wenn die große Liebe sich noch nicht angekündigt hat. Aber wir werden einfach weiter viel Zeit miteinander verbringen und sehen, was draus wird. Und zumindest hatten wir schöne sieben Tage.

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