Welche Mehlsorten kennst du? Egal ob Brot, Pizza oder Kuchen – viele Rezepte können noch vielfältiger und nährstoffreicher werden, wenn wir gesunde Mehlalternativen nutzen. Fragst du dich vielleicht: Wie ersetze ich Mehl richtig? Welche Mehlalternativen kann man zum Backen nutzen? Und welches Mehl ist eigentlich das Gesündeste? Auch für Menschen mit Weizen- oder Glutenunverträglichkeit ist es eine große Herausforderung die richtigen Mehlalternativen zu finden. Genau aus dem Grund haben wir für dich gesunde Mehlalternativen getestet und erklären dir genau, wo du welches am besten benutzen kannst. Wie du ganz einfach Ei-Alternativen zum Kochen und Backen findest haben wir dir schon erklärt.
- Übersicht der besten Mehlalternativen
- Glutenfreie backen mit Mehlalternativen
- Welches Mehl nutze ich wofür?
Übersicht der besten Mehlalternativen
Weizen- und Dinkelmehl kennen wir alle schon als geläufige Mehlsorten. Dabei gibt es noch so viel mehr zu entdecken. Sowohl auf Basis von Nüssen, Samen, als auch Pseudogetreide und Hülsenfrüchte lässt sich Mehl herstellen.
Glutenfrei backen mit Mehlalternativen
Auch für eine glutenfreie Küche sind die passenden Mehlalternativen goldwert. Zu den glutenfreien Mehlen zählen alle Nussmehle und die Mehlsorten aus Soja, Kichererbsen, Buchweizen, Reis und Nur beim Hafermehl muss genauer geschaut werden, ob – ähnlich wie bei Haferflocken- Gluten enthalten ist oder nicht. Die folgende Einteilung hilft dir schonmal einen besseren Überblick über alle Mehlsorten zu erhalten.
Mehlsorten aus Nüssen und Samen
- Cashewmehl
- Mandelmehl
- Haselnussmehl
- Sonnenblumenmehl
- Kürbiskernmehl
- Kastanienmehl
- Leinsamenmehl
Mehl aus (Pseudo-)Getreide
- Reismehl
- Buchweizenmehl
- Hafermehl
- Amaranthmehl
- Maismehl
Mehlalternativen aus Hülsenfrüchten
- Kichererbsenmehl
- Sojamehl
- Rotes Linsenmehl
- Teff Teff Mehl
Sonstige Mehlsorten
- Kokosmehl
- Hanfmehl
Welches Mehlsorte nutze ich wofür?
Bei der großen Auswahl an Mehlsorten ist natürlich die Frage, wie man welche Sorte am besten nutzt. Die Mehle unterscheiden sich natürlich enorm in ihrem Geschmack, Fett- und Proteingehalt, sowie Bindefähigkeit und Konsistenz. Deshalb kommen jetzt unsere Tipps zum Einsatz der Mehle:

Cashewmehl – Raffinierte Mehlalternative
Starten wir direkt mit einer noch sehr unbekannten Sorte. Cashewmehl kann eine ganz raffinierte Zutat zum Backen und Kochen von Low-Carb Rezepten sein. Du kannst es als Zusatz beim Backen von Brot verwenden oder um Soßen noch cremiger zu gestalten. Im Vergleich zu anderen Nüssen sind Cashewkerne fettärmer und enthalten weniger Kalorien. Sie enthalten außerdem Tryptophan, was unter anderem stimmungsaufhellend und entspannend wirkt.

Die regionale Mehlalternative – Buchweizenmehl
Buchweizenmehl ist eine hervorragende Mehlalternative mit leicht nussigem und würzigem Geschmack. Es ähnelt dem bekannten Vollkorn-Weizenmehl geschmacklich em ehesten, ist ihm aber nährstofftechnisch weit überlegen. Wusstest du, dass Buchweizen als vollwertige Proteinquelle gilt, weil sie alle essentiellen Aminosäuren enthält? Es ist aber nicht nur sehr proteinreich, sondern auch ist von Natur aus glutenfrei, enthält viel Vitamin E, Kieselsäure, Kalium und Magnesium, kann in Deutschland angebaut werden und ist sehr vielseitig einsetzbar. Es eignet sich sehr gut zum Backen von veganen Pancakes, Brot oder Waffeln. Aber auch bei herzhaften Mahlzeiten, wie diesen Hirse-Kartoffel-Puffern kann das Buchweizenmehl zum Einsatz kommen.
Rezept schnelles Buchweizenbrot
Du möchtest dein eigenes gesundes Brot backen? Dann probier doch mal dieses Rezept für ein schnelles Buchweizenbrot ohne Hefe auf dem Blog unserer Autorin und Ernährungsberaterin Patricia Faut aus.

Und noch ein hilfreicher Tipp: Buchweizenmehl kannst du bereits als fertiges Mehl kaufen oder ganz einfach zuhause selber herstellen. Du brauchst dafür nur die Buchweizen-Körner und einen kleinen Mixer. Darin lassen sich die Körner problemlos zu Mehl verarbeiten. Übrigens: Auch wenn das Wort „Weizen“ in Buchweizen steckt, hat es tatsächlich nichts mit der Getreidesorte zu tun.

Hochwertiges Hanfmehl aus Hanfsamen
Hanfsamen sind wahre Kraftpakete unter den Mehlalternativen. Sie enthalten alle essentiellen Aminosäuren und sind deshalb gerade in der veganen Küche eine wichtige und hochwertige Proteinquelle. Das Hanfmehl kannst du als Anreicherung deiner Smoothies oder im Müsli super unterbringen. Sie haben ein leicht nussiges Aroma und peppen den Nährstoffgehalt deines Frühstücks enorm auf! Eine Extraportion Hanfmehl in deinem Oatmeal ist nicht nur lecker und nährstoffreich, sondern sättigt dich auch länger. Denn in zwei Teelöffeln Hanf Proteinpulver finden sich etwa acht Gramm Ballaststoffe! Damit sind schon einmal fast ein Drittel des täglichen Ballaststoffbedarfs eines Erwachsenen von 30 Gramm abgedeckt.

Glutenfrei und vielseitig: Mandelmehl
Mandelmehl ist glutenfrei und eignet sich zum Backen von Brownies, Bananenbrot und Muffins durch seinen nussigen Geschmack. Es bringt Geschmack, Textur und viele wertvolle Proteine in Backwaren. Dazu ist es ein relativ fettarmes Mehl, da es nicht aus der ganzen Mandel gewonnen wird, sondern aus den trockenen Rückständen ausgepresster Mandeln. Es ist eigentlich ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Mandelöl.
Natürlich kann man Mandelmehl auch selbst mit einer Küchenmaschine herstellen. Jedoch ist das Resultat durch den Fettgehalt nicht so trocken wie entöltes Mandelmehl, das man kaufen kann. Mit dieser Mehlalternativen kannst du vor allem bei süßen Backwaren nichts falsch machen.

Glutenfreies Kokosmehl
Kokosmehl kann Speisen eine mild-süßliche Kokosnote verleihen. Bestens kann man diese Mehlalternative daher für Suppen oder Saucen nutzen, ohne dass die anderen Geschmackskomponenten überdeckt werden. Außerdem verfügt Kokosmehl über eine gute Bindefunktion, was sie in Saucen und Suppen noch wertvoller macht. Auch bei diesem Beerenkuchen kommt Kokosmehl zum Einsatz und gibt seine exotische Note dazu.
Verglichen mit Weizenvollkornmehl enthält Kokosmehl die dreifache Menge Ballaststoffe, viel mehr Fett und Eiweiß und viel weniger Kohlenhydrate – aber insgesamt ähnlich viel Kalorien.

Sonnenblumenmehl – vielfältige Mehlalternative
Mehlalternativen auf Basis von Sonnenblumenkernen sind ebenfalls gesund und vergleichsweise erschwinglich. Die mild nussige Geschmacksnote harmoniert sowohl mit süßen als auch mit pikanten Gerichten. Besonders in Gebäck und Brotaufstrichen kommt das Mehl sehr gut zur Geltung.
Aktuell bekommst du im Shop von Sunflower Family mit dem Code „deutschlandistvegan“ 15 % Rabatt.
Rezept Vegane Ravioli mit Sonnenblumenmehl
Ravioli selber machen ist doch viel zu aufwendig! Wer hat das auch schon einmal gehört oder sogar selbst gesagt? Mit diesem Rezept bist du der Star in der Küche, denn es gibt nichts über selbstgemachte Ravioli. Wir beweisen dir, dass es gar nicht schwer ist, vegane Ravioli selbst herzustellen.

Reismehl – glutenfrei backen
Reismehl wird entweder aus weißem oder braunem Reis hergestellt. Für unseren Stoffwechsel ist auch hier die Vollkornvariante zu bevorzugen, die es aber deutlich seltener zu kaufen gibt. Dieses Reismehl ist nährstoffreich und eignet sich sehr gut zum glutenfreien Backen für Brot, Kekse oder Muffins. Auch zum Andicken für Suppen und dunkle Soßen eignet sich das Reismehl perfekt. Du siehst: Auch das exotisch klingende Reismehl ist sehr vielseitig einsetzbar und wartet nur darauf, von dir ausprobiert zu werden.

Kürbiskernmehl – reich an Protein und Eisen
Kürbiskernmehl ist eine sehr aromatische Mehlalternative, die für einen besonderen Twist in Backwaren sorgen kann. Dieses Brot aus Kürbiskernmehl ist beispielsweise eine schmackhafte Alternative. Dort wird es als Mischmehl verwendet, also in Zusammenspiel mit einer anderen Mehlsorte. Auch in deinem Porridge kann es für den extra Proteinkick sorgen. Neben Protein ist Kürbiskernmehl aber auch reich an Zink, Magnesium, Eisen und Selen und gelten deshalb als wichtiger Bestandteil der vollwertigen veganen Küche.

Hafermehl – Nährstoffreich und regional
Wusstest du schon, dass Hafer nicht wie andere Getreidearten geschält, sondern nur gespelzt wird? Die Vitamine in der äußeren Kornschicht bleiben so besser erhalten und macht Hafer zu einem sehr gesunden regionalem Getreide. Hafer enthält zwar weniger Gluten, muss aber nicht unbedingt glutenfrei sein. Gerade bei Glutenunverträglichkeit und Zölliakie muss also auf eine spezielle Zertifizierung geachtet werden.
Wenn du Hafermehl verwendest, sollte es ebenfalls als Mischmehl verwendet werden, da die Backwaren sonst schnell bitter werden können. Du kannst das Mehl auch ganz leicht selbst herstellen, indem du Haferflocken kurz in der Küchenmaschine mixt.
Sojamehl – Veganer Ei-Ersatz
Sojamehl ist kein klassischer Mehl-Ersatz, aber kann dir in der veganen Küche als Ei-Ersatz dienen. Hierfür mischt man einen Esslöffel Sojamehl mit 2 Esslöffel Mineralwasser und lasst es kurz stehen. Das Sojamehl kommt auch bei diesen Rote Beete Burgern zum Einsatz. Wenn du noch Zweifel an Soja als Lebensmittel hast, kannst du hier nachlesen, wie gesund Soja wirklich ist.
Tipp: Vegan leben und vegan einkaufen wird immer einfacher. Regelmäßig stellen wir dir neben Rezepten und unseren Lieblingsprodukten auch vegane Marken und Online Shops vor – von veganer Kosmetik über vegane Mode bis hin zu tollen veganen Lebensmitteln, Superfoods, und Küchenhelfern. Im veganen Online-Shop findest vegane Marken und auch Start-ups, die unterstützenswert sind. Hier geht es zum Shop. Wir wünschen dir viel Vergnügen beim Entdecken und Genießen!
Das könnte dich auch interessieren
- Vegane Proteinrezepte
- Vitamin B12 Supplemente kaufen
- Energy Balls – Vegane proteinreiche Snacks
- Vegan Backen ohne Ei
- Veganer Käsekuchen
- Vegane Muffins
- Vegane Pfannkuchen
- Rezepte einfach veganisieren
- Alternativen zu Milch und Sahne
- Hanfprodukte im Überblick
Anzeige, da dieser Artikel teilweise Affiliate-Links enthält oder in Kooperation mit einem Partner entstand. Durch euren Kauf unterstützt ihr aktiv die Arbeit von Deutschlandistvegan. Wir danken euch!