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Hast du dich schon mal intensiver mit dem Thema Rohkost auseinander gesetzt, oder hast es demnächst vor? Ein rohköstliche Ernährung ist besonders bei Veganern meinem Eindruck nach ziemlich hoch im Kurs, und das sicher auch nicht ohne Grund. Letztens erst habe ich beispielsweise Mimi Kirk kennen gelernt, eine nicht nur in den USA sehr bekannte Kochbuch-Autorin, die rohköstlich lebt, und vermutlich nicht zuletzt deswegen locker mal 20 Jahre jünger aussieht, als sie tatsächlich ist. Sehr beeindruckend! Was aber ist denn nun das Besondere an einer rohköstlichen Ernährung, und was bedeutet überhaupt „Rohkost“?

Ganz simpel: Das Rohkost-Prinzip

Der Grundgedanke bei einer rohköstlichen Ernährung ist schnell erklärt: Man verzehrt Lebensmittel möglichst roh, also im Urzustand. Wenn man sie erhitzt, dann maximal bis 42 °C, da bei höheren Temperaturen Nährstoffe und Enzyme verloren gehen. Einige Nährstoffe sind nämlich ziemlich temperaturempfindlich (z. B. Vitamin C oder Chlorophyll). Außerdem können durch das Erhitzen von Lebensmitteln bestimmte schädliche Stoffe entstehen (z. B. Acrylamid). Eine rohköstliche Ernährung wird daher auch häufig als »Lebendige Nahrung« bezeichnet. Sie zielt darauf ab, möglichst den vollen Nährstoffgehalt von unverarbeiteten Lebensmitteln zu nutzen.

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Le Shop vegan

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Was isst man als Rohköstler?

Das Spektrum an rohen Optionen ist – für Viele überraschend – sehr groß: Gemüse, Obst, Blattgrün, Kräuter, Samen, Nüsse, Pilze und vieles mehr. Nicht-vegane Rohköstler essen darüber hinaus auch rohes Fleisch oder rohen Fisch. Man muss übrigens als Rohköstler keineswegs auf „richtige“ Gerichte verzichten: Rohköstliche Torten, Lasagne, Brot, Pizza und viele andere raffinierte Köstlichkeiten kann man rohköstlich genießen. Wer zuhause roh-aktiv werden möchte, dem sei dauerhaft die Anschaffung des einen oder anderen Gerätes empfohlen. Ich persönlich finde die Folgenden besonders nützlich. Übrigens nicht nur für die rohköstliche Ernährung, aber gerade bei einer solchen helfen sie ungemein:

  • Einen Hochleistungsmixer wie den Vitamix
  • Ein Dörrgerät zum Trocknen von Obst und Gemüse – ich liebe getrocknete Erdbeeren oder Mangos, aber auch Kale Chips kann man damit genial einfach selber herstellen. Hier reicht die Bandbreite auch wieder von einfachen Geräten bis zu Profi-Geräten. Sehr bekannt in der „Szene“ ist das Sedona Dörrgerät, für den schmaleren Geldbeutel kann ich das Stöckli Dörrgerät empfehlen.
  • Einen Spiralschneider, um sich leckere und kalorienarme Gemüsespaghetti aus Zucchini, Möhren, Süßkartoffeln und weiteren Gemüsesorten herzustellen. Für einfache Anwendungen ist der Spirelli von GEFU völlig ausreichend, wer öfter spiralschneidet, dem sei der Spiralfix (auch von GEFU) ans Herz gelegt.
  • Einen Pflanzenmilchzubereiter, denn damit kann man eine Menge Geld sparen, und sich seinen Lieblingsdrink ganz nach persönlichem Geschmack selber kreieren. Recht günstig gibt es für diesen Zweck den Veggiefino, wer mehr anlegen kann, sollte sich den Vegan Vital Star mal anschauen.
  • Einen guten Gemüsehobel wie den Klassiker von Börner mit vielen Aufsätzen für die unterschiedlichsten Schneidetechniken.

Wer noch weiter aufrüsten möchte, der könnte sich die Anschaffung einer Saftpresse und eines Sprossenziehgerätes überlegen. Außerdem braucht man in jedem Fall für die Rohkost-Küche gute Messer und Schneidebretter.

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Wo kann ich das alles kaufen?

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von guten Online-Shops, die sich auf Rohkost-Produkte und auch auf solche wie oben erwähnten Geräte spezialisiert haben. Hier mal ein paar Tipps:

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Foodmatic Personal Mixer PM1000

Und zum Abschluss noch meine persönliche Top 10 von rohköstlichen Produkten, die ich immer wieder kaufe:

  • Rohkost Mandelpüree im großen 1 KG-Eimer, finde ich superpraktisch und lecker, man hat außerdem blitzschnell eine leckere Mandelmilch hergestellt.
  • Lifebar Riegel: Ich liebe wirklich ALLE Riegel von Lifebar, absolut köstlich!
  • Pikantbrot italienisch: Rohkostbrot kann man selber herstellen, aber das hier ist schwer zu toppen!
  • Chiasamen für vielfältigen Einsatz, z.B. als Chiapudding.
  • Erdmandelkerne, geniales und gesundes Knabberzeug.
  • Kokosraspel als Topping für meine Müslis.
  • Rohes Haselnussmus von Keimling: Stell das Glas weg, ich muss es sonst komplett weglöffeln!
  • Kakaobohnen: Ebenfalls ein genialer Knabberspaß!
  • Kokosblütenzucker, z.B. von Kulau: die gesündere Alternative zu Zucker.
  • Kokoswasser: Ich LIEBE Kokoswasser, vor allem die von Kulau „mit Geschmack“.

Ist Rohkost was für jeden?

imageMeine Erfahrung ist, dass nicht jeder mit einer rein rohköstlichen Ernährung gut klar kommt. Viele Menschen bekommen Magen- oder Verdauungsprobleme, denn der Verdauungsapparat hat mit Rohkost ganz gut was zu tun. Wer also einmal ausprobieren möchte, sich 100% roh zu ernähren, dem würde ich persönlich einen sanften Einstieg empfehlen. Lieber nach und nach den Rohkostanteil erhöhen, statt von 0 auf 100, denn sonst kann es unangenehme Nebenwirkungen geben.

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Ist 100% Rohkost für jeden die beste Ernährungsform? Da gehen die Meinungen wie bei allen Ernährungsthemen natürlich auseinander. Ich persönlich bin nicht davon überzeugt, dass eine rein rohköstliche Ernährung für jeden gleichermaßen die perfekte Ernährungsform ist. Aber: Probiere es für dich aus, und schau, was mit deinem Körper passiert! Ich habe mich einmal 4 Wochen ausschließlich roh ernährt, und konnte viele positive Effekte feststellen: Ich fühlte mich fit und ich verlor tatsächlich neben 5 Kilogramm Körpergewicht auch die Lust auf fettige und süße Lebensmittel, auf Alkohol und sogar auf Zigaretten (damals rauchte ich noch). Ehrlicherweise möchte ich auch auch hinzufügen, dass ich 100% Rohkost nicht immer einfach fand, gerade wenn ich länger unterwegs war.

Auf jeden Fall ist ein möglichst hoher Anteil an Rohkost auf dem Speiseplan ganz sicher nicht verkehrt, denn du bekommst dadurch wirklich eine ordentliche Ladung an Nährstoffen! Viele sind übrigens erstaunt, was man alles so rohköstlich essen kann. Also probier es doch ruhig mal aus. Übrigens: Mein Lieblings-Rohkostbuch ist „Go raw – be alive!“ von Boris Lauser. Du findest in diesem tollen Buch nicht nur viele geniale Rezepte, sondern auch jeden Menge Tipps, z.B. zu Techniken wie dörren oder fermentieren. Haben wir hier schon mal ausführlich vorgestellt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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