Wenn von CBD-Öl die Rede ist, erscheint das Produkt schnell als der Heilige Gral oder der Stein der Weisen. Kurzum klingt es, als könne CBD alles. Das trägt mit zur Beliebtheit bei, doch stellt sich natürlich die Frage, ob es sich tatsächlich um einen Allrounder und ein Wundermittel handelt oder ob es nicht doch Abstriche gibt. Welche Wirkungen sind denn bislang nachgewiesen? Dieser Artikel schaut sich das einmal an und gibt dir einen Überblick. 

CBD-Öl - Wirkung und Anwendung
CBD Öl wird immer beliebter – doch wogegen wirkt es eigentlich wirklich?

CBD-Öl: Welche Wirkungen sind wirklich nachgewiesen?  So sieht die Studienlage aus:

Im Vergleich zu anderen Mitteln ist die Studienlage bei CBD-Produkten recht rar gesät. Das Problem ist, dass Cannabisprodukte in den letzten Jahrzehnten kaum medizinisch erforscht wurden. Die Forschungen, die es durchaus gab, befassten sich mit den Auswirkungen von Cannabis als Droge. Auch rein medizinische Versuche konzentrierten sich bislang auf Cannabis, welches zwar CBD enthält, doch nicht mit dem CBD-Produkt an sich vergleichbar ist. Daher sind die echten Fakten eher kleinen Studien und Versuchen geschuldet. Wer also erwartet, dass es eine Studie mit ›30.000 Probanden mit Krankheit X testeten CBD‹ gibt, der irrt sich. 
Das vorangestellt, gibt es dennoch echte Ergebnisse: 

  • Krebs – vorab: CBD heilt keinen Krebs. Doch schwächt das Mittel die Nebenwirkungen konventioneller Therapien ab, weshalb es sogar von der Krebshilfe empfohlen wird. Eine Studie kam in Laborversuchen jedoch zu dem Ergebnis, dass CBD das Wachstum einer ganz gewissen Krebsart stoppen kann und diese Krebszellen sogar vernichtet. 
  • Epilepsie – bei gewissen Formen der Epilepsie wirkt CBD Anfällen entgegen. Die Studie befasst sich jedoch eher mit frühkindlichen Epilepsieformen. 
  • Demenz/Alzheimer – ebenfalls wurde in einer kleinen Studie herausgefunden, dass CBD eine positive Wirkung bei diesen Erkrankungen hat und den Verlauf verlangsamen kann. 
  • Schmerzen – gerade bei chronischen Schmerzleiden und Entzündungsleiden ist erwiesen, dass CBD einen positiven Effekt hat. Die schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaft ist unbestritten. 
  • Psyche – bei Schlafproblemen, Ängsten oder bei Stress beruhigt CBD erwiesenermaßen. Das Hauptaugenmerk liegt hier aber nicht auf speziellen Störungen, sondern auf alltäglichen Problemen. 

Es ist davon auszugehen, dass die Studien rund um CBD in den nächsten Jahren deutlich zunehmen und dann auch größere Studiengruppen genutzt werden. 

Wie sollte CBD-Öl niemals eingenommen werden? 

Natürliche Produkte, zu denen CBD zählt, laufen oft Gefahr, als absolute Wunder- und Allheilmittel bezeichnet zu werden. Dubiose ›Mediziner‹ greifen das Thema liebend gerne auf. Wer hat noch nicht die Dokumentationen oder Berichte über Wunderkügelchen gehört, die für sündhaft viel Geld verkauft werden und terminalen Lungenkrebs heilen können? Genau das ist CBD nicht. Daher gilt: 

  • Kein Ersatz – CBD ist kein Ersatz und kann kein Ersatz für konventionelle Therapien sein. Wer eine Krebsdiagnose erhält, der sollte den ärztlichen Ratschlägen folgen. CBD wird keine Heilung bieten. 
  • Nicht abgeklärte Schmerzen – leidest du unter länger anhaltenden Schmerzen, solltest du immer erst den Arzt aufsuchen und die Ursache abklären. Kurzum: Wenngleich CBD arthrosebedingte Knieschmerzen lindern kann, so wird das Mittel nicht den Meniskus heilen. Starke und länger als drei Tage anhaltende Schmerzen, egal in welchem Körperbereich, müssen ärztlich abgeklärt werden. 
  • Dauerhafte psychische Probleme – Angststörungen, Schlafstörungen, Depressionen: Wer immer wieder unter Panikattacken leidet oder seit mehr als drei Wochen nicht gut schläft, der muss einen Arzt konsultieren. Dasselbe gilt für die Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit einer Depression. Solche Erkrankungen haben ihren Ursprung in einem Ereignis oder in einer Erfahrung – CBD kann die Aufarbeitung nicht dich übernehmen. 
  • Psychische Krankheiten – hier gilt: CBD ist nicht die Lösung. Nicht nur müssen diese Erkrankungen ärztlich abgeklärt und ordentlich therapiert werden, auch gibt es Erkrankungen, bei denen CBD kontraproduktiv wirken kann. 
  • Medikamentenersatz – Medikamente wie Blutdruckmittel, Schilddrüsenhormone, Psychopharmaka, Krebsmedikamente oder andere lebensnotwendige Mittel dürfen niemals durch CBD ausgetauscht werden. 

Grundsätzlich gilt die Devise, dass die Abklärung eines Symptoms und die konventionelle Behandlung vor Naturheilmitteln stehen. Leider muss an dieser Stelle noch einmal extra darauf hingewiesen werden, dass dies insbesondere für Kinder und Jugendliche gilt. Während Erwachsene für sich selbst eigenverantwortlich agieren können, dürfen Erwachsene niemals für die Kinder entscheiden und ihnen eine konventionelle Behandlung verwehren. Abseits dieser Einschränkungen kann hochwertiges CBD jedoch durchaus eine hilfreiche Ergänzung darstellen.

Wie sollte bei Krankheiten und Problemen vorgegangen werden? 

Es schadet nicht, ein Fläschchen CBD daheim zu haben. Bei alltäglichen Problemchen ist die Anwendung oft auch kein Problem. Dazu zählen: 

  • Übelkeit/Erbrechen – bei der typischen Magen-Darm-Grippe ist die Einnahme in vielen Fällen unbedenklich. 
  • Leichte Schmerzen – ob Kopf-, Glieder- oder Muskelschmerzen: Auch hier spricht wenig gegen die Einnahme. 
  • Unruhe/schlechter Schlaf – steht eine wichtige Prüfung an oder nimmt der Stress überhand, ist die Anwendung auch kein Problem. 

Bei ernsthaften Erkrankungen oder länger andauernden Problemen solltest du immer erst ein Arzt konsultieren. Das gilt übrigens auch für bereits bestehende Krankheiten, die medikamentös eingestellt sind. An und für sich korreliert CBD nicht unbedingt mit den Medikamenten, doch ist eine Abklärung im Hintergrund immer die beste Lösung. Auch bei einer Krebstherapie solltest du kurz nachfragen, ob die Nebenwirkungen der Chemotherapie mit CBD behandelt werden können. Bei chronischen Erkrankungen, beispielsweise Arthrose, bleibt Betroffenen nach Rücksprache nur das Ausprobieren übrig. 

Wichtig ist, zu wissen, dass CBD nicht wie eine Kopfschmerztablette wirkt. In der Regel muss das Produkt eingeschlichen werden, also der Körper muss sich über eine Zeit daran gewöhnen. Erst dann tritt die Wirkung zutage. Wenn du als Arthrose-Patient also heute deine Schmerzmittel herunterfährst und CBD einnimmst, wirst du wohl keine Wirkung verspüren. Wer allerdings die Medikamente beibehält und über ein, zwei Wochen CBD nimmt und die Medikamente langsam herunterdosiert, der kann eine Wirkung erkennen. 

Im Zweifel sollte die Einnahme von CBD Öl immer mit dem Arzt abgeklärt werden

Fazit – CBD wirkt, doch ist es kein Wundermittel

Die Studienlage rund um reines CBD ist noch recht dürftig, allerdings ist bereits bekannt, dass es auf vielen Gebieten eine Wirkung hat. Allerdings darf CBD nicht als das Allheilmittel und als Ersatz für wichtige und lebenswichtige Medikamente verstanden werden. Es ist eher ein zusätzlicher Helfer in der Not oder es hilft, um die Nebenwirkungen lebensnotwendiger Therapien abzuschwächen. Nur, weil CBD häufig mit Krebs in Verbindung gebracht wird, zerstört es keine Tumore. Was es kann, ist, die Übelkeit und Schmerzen während der Chemotherapie in Grenzen zu halten. 

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