Wenn du an sattes Grün in der Natur denkst, denkst du automatisch an Chlorophyll. Es ist der Pflanzenfarbstoff, der Blätter grün färbt und dafür sorgt, dass Pflanzen mit Hilfe von Sonnenlicht Energie gewinnen können. Kein Wunder also, dass Chlorophyll in den letzten Jahren zum Trend geworden ist – ob als Tropfen, Pulver oder in grünen Smoothies. Aber was ist dran an den vielen Versprechen? Lass uns genauer hinschauen.
Was ist Chlorophyll eigentlich?
Chlorophyll ist das „grüne Blut“ der Pflanzen. Spannend: Seine chemische Struktur ähnelt tatsächlich unserem Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff – mit einem Unterschied: Anstelle von Eisen sitzt in der Mitte ein Magnesium-Ion.
Das heißt aber nicht, dass Chlorophyll in deinem Körper dieselben Aufgaben erfüllt wie Hämoglobin. Fotosynthese kannst du dadurch natürlich nicht betreiben. Aber: Die Pflanze hat dir hier ein Molekül geschenkt, das interessante Eigenschaften hat, die auch für dich spannend sein können.

Welche Wirkungen sind erforscht?
Es kursieren viele Behauptungen – von „mehr Energie“ über „Entgiftung“ bis zu „Krebsprävention“. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte.
Gut untersucht ist:
- Chlorophyll wirkt antioxidativ – es kann freie Radikale neutralisieren.
- In Labor- und Tierstudien gibt es Hinweise auf entzündungshemmende Eigenschaften.
- Chlorophyllin, ein abgeleitetes Molekül, wird in der Medizin z. T. zur Unterstützung der Wundheilung oder gegen bestimmte Körpergerüche eingesetzt.
Noch unsicher ist:
- Ob Chlorophyll tatsächlich Schwermetalle oder Umweltgifte im Körper bindet und ausleitet.
- Ob es beim Menschen relevante Effekte auf Blutbildung, Hormone, PMS oder Krebsprävention hat.
Chlorophyll ist kein Wundermittel – aber es ist ein wertvoller sekundärer Pflanzenstoff, den du dir durch grüne Lebensmittel regelmäßig auf den Teller holen kannst.
Diese Lebensmittel liefern dir besonders viel Chlorophyll
Am besten nimmst du Chlorophyll über die Ernährung auf. So bekommst du gleichzeitig Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und viele weitere Pflanzenstoffe.
Hier ein paar Beispiele (Angaben sind Durchschnittswerte, können je nach Sorte variieren):
- Grünkohl: ca. 230 mg Chlorophyll / 100 g – dazu reich an Vitamin K, Calcium und Antioxidantien.
- Petersilie: ca. 210 mg / 100 g – dazu Vitamin C und Eisen.
- Spinat: ca. 115 mg / 100 g – liefert Eisen, Folsäure und Vitamin C.
- Brennnessel: ca. 350 mg / 100 g – echtes Powerkraut aus der Natur.
- Brokkoli: ca. 30 mg / 100 g – dazu Vitamin C, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
- Gurke oder grüne Bohnen: eher niedriger, aber gute Ergänzung im Alltag.
Tipp: Iss dein Grün möglichst frisch und roh oder schonend gegart, so bleibt mehr Chlorophyll erhalten.
Chlorophyll und Haare, Haut & Co.
Viele schwören darauf, dass Chlorophyll schöne Haut macht oder die Haare stärkt. Was ist dran?
- Antioxidativ: Chlorophyll kann helfen, Haut und Haare vor oxidativem Stress zu schützen.
- Nährstofflieferant: Grünes Gemüse bringt neben Chlorophyll auch Eisen, Magnesium, Vitamin C und B-Vitamine mit – wichtig für Zellwachstum und gesunde Haare.
- Topische Anwendung: Erste Studien deuten an, dass Chlorophyllin äußerlich gegen Akne helfen könnte.
Klar ist: Für eine gesunde Haut- und Haarstruktur ist eine insgesamt nährstoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung die beste Grundlage. Chlorophyll kann dabei ein Baustein sein.

Supplements: Chlorophyll-Tropfen & Co.
Neben Gemüse und Wildkräutern findest du Chlorophyll auch als Nahrungsergänzung – zum Beispiel in Form von Tropfen.
Ein Beispiel ist das Produkt InnoNature Chlorophyll Tropfen. Hier bekommst du Chlorophyllin in konzentrierter Form. Mit dem Code DIV15 kannst du 15% im Shop* sparen. (nur bis zum 11.10 23:59 Uhr) Danach gilt dauerhaft der Code DIV10! Danke für deine Unterstützung!
- Solche Produkte sind Ergänzungen, kein Ersatz für frisches Gemüse.
- Die Dosierungshinweise solltest du einhalten.
- Wenn du gesundheitliche Probleme hast oder Medikamente nimmst, sprich vorher mit einer Fachperson.
Grün auf den Teller, nicht nur ins Fläschchen
Chlorophyll ist kein magisches Allheilmittel – aber es ist ein wertvoller Bestandteil einer pflanzenbasierten Ernährung. Statt auf große Versprechen hereinzufallen, setze lieber auf Vielfalt: Spinat im Smoothie, Grünkohl aus dem Ofen, Petersilie im Salat. So profitierst du nicht nur vom Chlorophyll, sondern von einem ganzen Cocktail an Nährstoffen.
Wenn du Lust hast, kannst du zusätzlich Tropfen* ausprobieren – aber die beste Quelle bleibt Mutter Natur selbst.
Disclaimer:
Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung. Chlorophyll ist ein spannender Pflanzenstoff, doch viele der diskutierten Wirkungen sind wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt. Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Wenn du gesundheitliche Beschwerden hast oder Medikamente einnimmst, sprich bitte vor der Einnahme von Chlorophyll-Produkten oder anderen Supplementen mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft.

