Liest man etwas über vegane Köche, tauchen meist Namen wie Attila Hildmann, Björn Moschinski, Jerôme Eckmeier oder Nicole Just auf. Immer häufiger aber auch der Name Niko Rittenau, und das aus gutem Grunde. In der aktuellen Ausgabe des Veggie Journal wurden Niko gleich 6 Seiten gewidmet, auf denen man einiges über ihn erfuhr – und natürlich gab es dazu noch einige Rezepte. Im Artikel wird Niko als „die kulinarische Neuentdeckung der letzten Veggie-Expo in München“ bezeichnet. Niko macht also Kochshows und Kochkurse, er hält Vorträge, veranstaltet Supper Clubs, berät Unternehmen und Privatpersonen. Es scheint also etwas dran zu sein an diesem jungen Mann aus Österreich, der besonders in Hinblick auf sein Alter schon so einiges gemacht hat.

Von Pizza zu Rohkost

Niko ist gerade mal Mitte zwanzig, wurde in Österreich geboren, lebt aber seit ein paar Jahren bereits in Deutschland. Seine erste Ausbildung zum Touristikkaufmann hat auf den ersten Blick nichts mit dem Thema Ernährung zu tun, aber das Gegenteil ist der Fall, denn sein Ausbildungsschwerpunkt war das Kochen. Damals hatte Niko nicht mal den Begriff „vegan“ gekannt, aber Fleisch aß er bereits als junger Mann schon so gut wie nicht mehr – was sein Umfeld nicht verstehen konnte. Wirklich gesund ernährte er sich damals allerdings auch nicht, wie die meisten Jugendlichen stand er vor allem auf Pizza und Pasta, und trank literweise Softdrinks. Aber er aß eben kein Fleisch, und suchte nach Gleichgesinnten. Als er nach Wien zog, lernte er jemanden kennen, der dabei war, sich vegan zu ernähren. Und trotz aller anfänglicher Skepsis packte Niko das Interesse. Heute lebt Niko vegan, aber er legt Wert darauf, dabei nicht verbissen zu sein, Dogmatismus und erhobenen Zeigefinger hält er für die falschen Instrumente, um andere von dieser Lebensweise zu überzeugen. Er möchte die Menschen durch seine Kochkurse und -shows, Vorträge und Supperclubs etc. auf positive Art und Weise für eine gesunde Ernährungsweise begeistern – und da ist „vegan“ einer von mehreren Bausteinen.

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Le Shop vegan

Wie so ein Supperclub aussieht, kannst du in dem Video sehen:

Die Leidenschaft zum Beruf machen

Das Interesse an Ernährung blieb bei Niko nicht privater Natur, er wollte mehr erfahren, und das Thema zu seinem Beruf machen. 2013 hat er deshalb ein Bachelorstudium in Ernährungsberatung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHFPG) begonnen. Zusätzlich hat er eine Weiterbildung zum ärztlich geprüften Ernährungsberater mit Schwerpunkt auf (roh-)vegane und ayurvedische Ernährung (geprüft durch die bekannte Rohkostärztin Barbara Miller) in Berlin abgeschlossen, und in Kalifornien eine Ausbildung zum Gourmet Rawfood Chef an der Matthew Kenney Akademie absolviert. Allerhand für einen Mittzwanziger!

Das Interessante an Niko ist, dass er nicht nur richtig gut kochen kann, sondern einen umfangreichen ernährungsphysiologischen Background hat, den er immer weiter ausbaut, denn er ist davon überzeugt, dass er trotz aller Aus- und Weiterbildungen noch eine Menge lernen kann. Seit einiger Zeit arbeitet er folgerichtig auch an seinem ersten Buch, dessen Veröffentlichung für 2016 geplant ist.

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Im Gespräch mit dem supersympathischen Niko merkt man einfach, wie sehr er für die Sache brennt, dabei aber immer auch absolut bodenständig und offen für Neues bleibt. Man darf wirklich gespannt sein, was Niko in den nächsten Jahren noch alles hervorbringt! Jede Menge Informationen über Niko bietet seine Internetseite, und eine Facebook-Seite hat er auch. Einen Newsletter bietet Niko ebenfalls, anstehende Events findest du in dieser Übersicht.

Ich habe mich mit Niko zum Gespräch im Leogant Loft in Berlin getroffen, und den ersten Teil unseres tollen Gespräches kannst du dir hier anschauen. Den zweiten Teil gibt es dann in wenigen Tagen!