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Brot ist doch immer vegan, oder?! Also auf den ersten Blick natürlich schon. Logisch, dass Käsebrötchen, Specksemmel oder Buttercroissants bei mir eher nicht in die Tüte kommen. Aber was kann denn am übrigen Backwerk nicht vegan sein? Ich habe mich ein wenig schlaugemacht!

Ist Brot vegan?

Wer vielleicht wie ich ursprünglich ein echtes Landei ist, der hat sicherlich eine ähnliche Bäckerei-Erfahrung gemacht. Kleine Backstuben, ein Bäcker, der tatsächlich noch selber backt … wenig Auswahl und ab 13:30 uhr ist die Auslage bereits leergekauft. Denke ich an gutes Brot, fallen mir fast nur die Oldschool-Sorten meiner Kindheit ein. Ein guter Bäcker braucht für ein gutes Sauerteigbrot nur Basics, wie Hefe, Schrot, Wasser und Salz. Alles von Natur aus rein vegane Zutaten. Bei weicheren Sorten wie Brioche oder Toastbrot solltet ihr jedoch aufpassen, da darin Butter, Milch(pulver) und Eier stecken können.

Leider finde ich heute selten eine wirklich gute Bäckerei. In der Hauptstadt gibt es mittlerweile an jeder Ecke  Billig-Bäckereien, deren Angebot zwar teilweise vegan, allerdings geschmacklich eher 08/15 ist.

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Le Shop vegan

Billigbäcker sparen außerdem manchmal Geld, indem sie L-Cystein (E 920) einsetzen, das zum Beispiel aus Schweineborsten gewonnen wird.  (Quelle: Peta)

Brotauswahl

©Pixabay

Ehrlich gesagt habe ich erst im Zuge der Recherche für diesen Beitrag gelernt, dass auch Laugengebäck nicht immer vegan ist. Oh je! Dabei liebe ich vor allem Brezeln! Das rauchige Aroma wird jedoch meistens aus Schweineschmalz erzeugt. Bähhh!

Wo kann ich veganes Brot kaufen?

Als ersten Tipp möchte ich euch ans Herz legen, am besten Brot nur noch im Bioladen zu kaufen. In größeren Städten ist es mittlerweile überhaupt kein Problem mehr im Backshop der großen Bioketten frisches, gesundes und veganes Brot zu kaufen. Die Brote sind dort bereits in der Auslage gekennzeichnet und ihr könnt euch so euer Lieblingsbrot aussuchen. Die Auswahl ist groß: Vollkornbrot, Dinkelbrot, Mischbrot, Sauerteigbrot und vereinzelt auch süße Backwaren, wie Croissants oder Rosinenstuten.

Wer einen Wochenmarkt in der Nähe hat (oder auch einen Bauernladen) kann auch dort fündig werden. Auf „meinem“ Wochenmarkt kaufe ich sehr gerne Brot in Demeterqualität, welches natürlich seinen Preis hat, aber auch unschlagbar gut schmeckt!

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Foodmatic Personal Mixer PM1000
Bäckerei

©Pixabay

In kleineren Orten oder in ländlichen Regionen empfehle ich euch, in der Bäckerei direkt zu fragen. Das ist immer noch die einfachste Lösung. Vielleicht habt ihr ja sogar das Glück, im Ort einen Oldschool-Bäcker zu haben. Übrigens:

Bäckereien sind dazu verpflichtet, vor Ort Infos zu Inhaltsstoffen und Allergenen bereitzustellen!

Also fragt einfach nach, falls diese Informationen nicht sofort ersichtlich sind – das gilt auch für die preiswerten Backshops oder Supermärkte in Großstädten!

Diese Brote sind zum Beispiel vegan:

  • Bei Kamps findet ihr eine beeindruckende Liste veganer Backprodukte mit tollen Leckereien, wie Walnussbrot, Süßer Franz und Rübchen.
  • Die Laugenbrezeln von Ditsch kommen ohne Schweineschmalz aus!
  • Bei der Kette der Brotmeisterei Steinecke findet ihr aktuell eine Liste mit 26 veganen Brotsorten und 28 vegane Brötchen. Von Steinecke müsst ihr unbedingt das Urige probierten … richtig lecker!
  • Wer viel unterwegs ist, kennt sicher das BackWerk – eine Kette, die häufig an Bahnhöfen zu finden ist. Ehrlich gesagt freue ich mich immer noch ein kleines bisschen mehr auf meine Reise, da gerne dort etwas Proviant einkaufe. Eine Übersicht der veganen Produkte findet ihr hier. Mein Favorit ist beim BackWerk übrigens die Börekstange mit Spinat :-)

Für noch mehr Auswahl bezüglich veganer Backwaren, checkt unbedingt den Einkaufsguide von PETA Zwei – dort findet ihr so ziemlich jedes vegane Brot oder Brötchen: super übersichtlich und einfach genial!

Brot selber backen!

Last, but not least, möchte ich euch den Versuch selber Brot zu backen ans Herz legen. Denn das ist überhaupt gar nicht sooo schwierig. Ich bin ehrlich gesagt, eine totale Niete, was Backen angeht – aber Brot, das kriege ich hin!

Warum lieber selber backen?

  1. Ihr wisst ganz genau, was drin ist! Damit meine ich nicht nur – ihr bestimmt die veganen Zutaten, sondern auch deren Qualität. Außerdem könnt ihr auch so direkt auf eine eventuell vorhandene Glutenunverträglichkeit eingehen – und dementsprechende Zutaten gleich weglassen bzw. ersetzen!
  2. Ihr könnt euch genau das Brot backen, was ihr schon immer essen wolltet – alles, was ihr braucht, ist etwas Experimentierfreude und ein wenig Geduld!
  3. Selbst gemacht ist immer günstiger als gekauft! Ein gutes Bio-Brot kostet locker um die 4,- Euro – und ist meistens nicht mehr als 500 oder 600 gramm schwer. Alle Zutaten für ein DIY-Brot sind auch in Bio-Qualität auf jeden Fall günstiger … vor allem, wenn ihr sie auf Vorrat in größeren Mengen einkauft!
Kuerbiskernbrot
Mein Kollege Kjell hat vor einiger Zeit übrigens auch ein Rezept für ein köstliches veganes Kürbisbrot kreiert. Das müsst ihr unbedingt ausprobieren!
Burgerbrötchen backen
Und auch das Rezept zu diesen veganen Burgerbrötchen findet ihr bei uns.

Unsere Buchtipps*




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