Außen goldbraun und knusprig, innen noch schön saftig: Tofu aus dem Airfryer gehört für uns zu den einfachsten Möglichkeiten, Tofu richtig lecker zuzubereiten. Und das Beste daran: Du brauchst nur wenige Zutaten, wenig Öl und der Airfryer übernimmt den Großteil der Arbeit.
Tofu ist eine gute pflanzliche Proteinquelle
Tofu ist nicht nur vielseitig, sondern auch für eine proteinreiche pflanzliche Ernährung interessant. Er wird aus Sojabohnen hergestellt und liefert neben Protein unter anderem Eisen sowie – abhängig vom verwendeten Gerinnungsmittel – unterschiedliche Mengen Calcium.
Der genaue Proteingehalt unterscheidet sich je nach Produkt. Viele feste Tofusorten liefern ungefähr 12 bis 18 Gramm Protein pro 100 Gramm. Ein Blick auf die Nährwerttabelle lohnt sich daher.
Besonders praktisch: Kombinierst du Tofu beispielsweise mit Quinoa, Vollkornreis, Edamame, Hülsenfrüchten oder Gemüse, kannst du daraus schnell eine ausgewogene und sättigende Mahlzeit machen. Schau dir an, wie dein Tofu ohne Airfyer auch gelingen kann.
Tofu wird aus Sojabohnen hergestellt – und kaum ein pflanzliches Lebensmittel ist mit so vielen Vorurteilen und Mythen behaftet. „Tofu schmeckt nach nichts“, „Soja ist ungesund“ oder „Soja sollte man lieber meiden“ sind Aussagen, die immer wieder auftauchen.
Was tatsächlich dahintersteckt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel „Soja – Die umstrittene Bohne“, in dem wir die bekanntesten Sojamythen unter die Lupe nehmen.
Wenn du Tofu bisher eher langweilig fandest, liegt es vielleicht einfach an der Zubereitung. Denn richtig gewürzt, mariniert und knusprig gebraten oder im Airfryer zubereitet, ist Tofu unglaublich vielseitig. In unserem Artikel zur Tofu Zubereitung findest du außerdem 10 praktische Tipps, mit denen Tofu richtig lecker wird.
Gerade wenn es im Alltag schnell gehen soll, ist knuspriger Tofu aus der Heißluftfritteuse perfekt. Er passt zu Bowls, Reis, Gemüse, Salaten oder einfach als proteinreicher Snack mit einem leckeren Dip.
Wir zeigen dir unser einfaches Grundrezept, verraten, wie lange Tofu in den Airfryer muss und welche Tricks ihn besonders knusprig machen.

Warum Tofu im Airfryer so gut funktioniert
Die heiße Luft zirkuliert im Airfryer rund um die Tofuwürfel. Dadurch kann die Oberfläche schön trocken und knusprig werden, während der Tofu innen weich bleibt.
Im Vergleich zum Braten in der Pfanne brauchst du außerdem meist deutlich weniger Öl. Gleichzeitig musst du nicht ständig danebenstehen und den Tofu wenden.
Ein weiterer Pluspunkt: Tofu liefert hochwertiges pflanzliches Protein und enthält alle neun essenziellen Aminosäuren. Je nach Sorte und Hersteller unterscheiden sich die Nährwerte allerdings deutlich.
Welcher Tofu eignet sich für den Airfryer?
Am besten funktioniert fester Naturtofu oder extra fester Tofu. Er enthält weniger Wasser und behält beim Garen seine Form.
Seidentofu eignet sich für dieses Rezept dagegen nicht, da er sehr weich ist und leicht auseinanderfällt.
Tipp: Schau beim Einkauf auf den Proteingehalt. Festere Tofusorten enthalten häufig mehr Protein pro 100 Gramm als sehr wasserreiche Varianten.
Muss man Tofu vorher pressen?
Nicht zwingend – aber es kann helfen.
Enthält dein Tofu sehr viel Flüssigkeit, kannst du ihn in ein sauberes Küchentuch wickeln und für etwa 10 bis 20 Minuten beschweren. Dadurch verliert er Wasser und kann später etwas knuspriger werden.
Bei sehr festem Tofu reicht es häufig, ihn gründlich trocken zu tupfen.
Knuspriger Tofu aus dem Airfryer – das Grundrezept
Für 2 Portionen
Zutaten:
- 400 g fester Naturtofu
- 1 EL Sojasauce oder Tamari
- 1 EL Speisestärke
- 1 TL Sesamöl oder ein anderes Pflanzenöl
- ½ TL Paprikapulver
- ½ TL Knoblauchpulver
- etwas Pfeffer
Optional kannst du Chiliflocken, geräuchertes Paprikapulver oder etwas Ingwer ergänzen.
So bereitest du Tofu im Airfryer zu
- Tofu aus der Verpackung nehmen und gründlich trocken tupfen. Bei Bedarf vorher etwa 10 bis 20 Minuten pressen.
- Den Tofu in ungefähr 2 cm große Würfel schneiden. Alternativ kannst du ihn mit den Händen in Stücke reißen. Durch die unregelmäßigen Kanten entstehen besonders viele knusprige Stellen.
- Tofu in eine Schüssel geben und vorsichtig mit Sojasauce und Öl vermengen.
- Speisestärke und Gewürze darübergeben und alles vorsichtig mischen, bis die Stücke gleichmäßig überzogen sind.
- Tofu möglichst in einer Lage in den Korb des Airfryers geben. Zwischen den Stücken sollte etwas Platz bleiben.
- Bei 190 °C etwa 12 bis 16 Minuten garen.
- Nach ungefähr der Hälfte der Zeit den Korb kräftig schütteln oder die Tofustücke wenden.
Je nach Airfryer, Größe der Tofustücke und gewünschter Knusprigkeit kann die Garzeit etwas variieren. Deshalb gegen Ende lieber einmal mehr kontrollieren.
Der Speisestärke-Trick für richtig knusprigen Tofu
Speisestärke ist einer unserer liebsten Tricks für Airfryer-Tofu. Eine dünne Schicht Stärke nimmt Feuchtigkeit an der Oberfläche auf und unterstützt die Bildung einer knusprigen Hülle.
Du brauchst davon gar nicht viel. Für 400 Gramm Tofu reicht meist etwa ein Esslöffel.
Alternativ kannst du Kartoffelstärke verwenden.
Kann man Tofu ohne Öl im Airfryer machen?
Ja. Tofu lässt sich grundsätzlich auch ohne zusätzliches Öl im Airfryer zubereiten.
Mit einer kleinen Menge Öl wird die Oberfläche allerdings häufig gleichmäßiger goldbraun und knusprig. Schon ein Teelöffel kann dafür ausreichen.
Wenn du Öl vermeiden möchtest, kannst du den Tofu beispielsweise nur mit Sojasauce, Gewürzen und Speisestärke marinieren.

Drei einfache Marinaden für Airfryer-Tofu
Das Grundrezept kannst du immer wieder verändern.
Asia-Marinade
Sojasauce, Sesamöl, Ingwer, Knoblauch und etwas Ahornsirup miteinander verrühren. Nach dem Garen mit Sesam und Frühlingszwiebeln servieren.
BBQ-Marinade
BBQ-Sauce mit geräuchertem Paprikapulver und etwas Sojasauce vermischen. Sehr zuckerhaltige BBQ-Sauce am besten erst gegen Ende der Garzeit auftragen, damit sie nicht zu dunkel wird.
Mediterrane Marinade
Olivenöl mit Oregano, Thymian, Knoblauch, Paprika, Salz und Pfeffer vermengen. Dazu passen Tomaten, Zucchini, Aubergine und ein veganer Kräuterdip.
5 schnelle Ideen mit Tofu aus dem Airfryer
Du musst den knusprigen Tofu natürlich nicht einfach pur essen. Wir lieben ihn besonders in diesen Kombinationen:
Protein-Bowl: Tofu mit Quinoa, Edamame, Gurke, Rotkohl, Avocado und Tahini-Dressing.
Asia-Bowl: Tofu mit Reis, Brokkoli, Möhren, Pak Choi und Sesamsauce.
Sommer-Salat: Knusprigen Tofu auf einen großen Salat aus Tomaten, Gurken, Blattsalat und frischen Kräutern geben.
Tofu-Wrap: Tofu mit Salat, Tomaten, Gurke und einem veganen Joghurt-Kräuter-Dip in einen Vollkorn-Wrap geben.
Gemüse aus dem Airfryer: Zucchini, Paprika und Aubergine ebenfalls im Airfryer zubereiten und zusammen mit Tofu und Hummus servieren.
Was passt zu knusprigem Airfryer-Tofu?
Eigentlich fast alles. Besonders gut passen Reis, Quinoa, Couscous, Nudeln, Kartoffeln oder ein großer Salat.
Auch als Topping für Suppen und Bowls funktioniert der Tofu hervorragend.
Wenn du deine Mahlzeit besonders proteinreich gestalten möchtest, kannst du zusätzlich Edamame, Kichererbsen, Linsen oder eine proteinreiche Sauce auf Basis von Sojajoghurt oder Tahini verwenden.
Die häufigsten Fehler bei Tofu aus dem Airfryer
Der Tofu wird nicht knusprig: Häufig ist er noch zu feucht oder der Airfryer-Korb ist zu voll.
Die Tofustücke kleben zusammen: Gib sie möglichst nebeneinander statt übereinander in den Korb.
Die Marinade verbrennt: Marinaden mit viel Zucker oder Sirup können bei hoher Temperatur schnell dunkel werden. Süße Saucen deshalb besser später hinzufügen.
Der Tofu ist trocken: Zu lange Garzeiten können ihn hart machen. Kontrolliere ihn deshalb bereits nach etwa 10 bis 12 Minuten.
Wie lange muss Tofu in den Airfryer?
Als Orientierung kannst du mit 12 bis 16 Minuten bei etwa 190 °C rechnen.
Kleine Würfel sind schneller fertig, größere Stücke benötigen entsprechend länger. Auch die Leistung und Bauweise der Heißluftfritteuse spielen eine Rolle.
Für besonders knusprigen Tofu kannst du die Garzeit um wenige Minuten verlängern – dabei aber unbedingt beobachten, damit er nicht zu trocken wird.
Kann man marinierten Tofu direkt in den Airfryer geben?
Ja. Allerdings sollte der Tofu nicht in sehr viel flüssiger Marinade schwimmen. Lass überschüssige Marinade kurz abtropfen, bevor du ihn in den Korb gibst.
Sehr flüssige Saucen kannst du anschließend noch einmal separat über den fertig gegarten Tofu geben.
Kann man Airfryer-Tofu vorbereiten?
Ja. Du kannst den Tofu bereits einige Stunden vorher marinieren und im Kühlschrank aufbewahren.
Am besten schmeckt er allerdings frisch aus dem Airfryer, weil die Oberfläche dann besonders knusprig ist.
Reste kannst du im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag für wenige Minuten wieder im Airfryer erwärmen.
Unser Fazit: Tofu aus dem Airfryer ist perfekt für die schnelle vegane Küche
Wenn du Tofu bisher hauptsächlich in der Pfanne zubereitet hast, solltest du die Airfryer-Variante unbedingt ausprobieren. Mit wenigen Zutaten bekommst du knusprigen Tofu, der sich für Bowls, Salate, Wraps und viele schnelle vegane Gerichte eignet.
Vor allem die Kombination aus festem Tofu, etwas Speisestärke und ausreichend Platz im Airfryer macht den Unterschied.
Und weil Tofu gleichzeitig eine praktische pflanzliche Proteinquelle ist, eignet sich das Rezept hervorragend für alle, die unkompliziert mehr Protein in ihre vegane Ernährung integrieren möchten.
Unser Airfryer-Tipp für knusprigen Tofu
Wenn du Tofu häufiger im Airfryer zubereiten möchtest, brauchst du dafür kein riesiges Gerät. Ein praktisches Modell ist die Philips Airfryer 2000 Serie mit 4,2 Litern Fassungsvermögen. Die Größe eignet sich gut für den Alltag und natürlich nicht nur für Tofu, sondern auch für Gemüse, Kartoffeln und viele weitere vegane Airfryer-Rezepte.
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