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Yeah! Wir haben es getan – wir haben entsaftet.

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Le Shop vegan

Und zwar im Selbstversuch bei uns in der Redaktion. Das hat Spaß gemacht, ist easy-peasy und totaal lecker! Aber erstmal der Reihe nach.

Entsaften, was ist das? Und wie geht das?

Mittlerweile ist „Juice“ ja der neue Smoothie – und ein bisschen ist der „Saft-Hype“ aus den USA zu uns herübergeschwappt. Dort gibt es mittlerweile an jeder Straßenecke sogenannte „Juice-Bars“.

Sicherlich hat diese Entwicklung auch mit der Dokumentation „Fat, Sick and nearly Dead“ zu tun. Hier entsaftet der Amerikaner Joe Cross über mehrere Wochen, lässt sich dabei ärztlich „überwachen“ und wird von der Kamera begleitet. Bei seinem Selbstversuch verliert er nicht nur diverse Kilos – er kann sich auch von einer Hautkrankheit befreien und beginnt sein ganzes Leben umzukrempeln.

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Foodmatic Personal Mixer PM1000

Hier der Trailer zum Film:

Hier geht es zur Website:

http://www.fatsickandnearlydead.com/

Hier zum Buch:

Dieser Film ist nicht nur sehenswert – er inspiriert und motiviert, die eigenen Essgewohnheiten noch einmal zu überdenken.

Im Grunde ist Entsaften keine neue Erfindung. Vielleicht hat eure Oma früher auch schon entsaftet? Meine Großeltern hatten einen riesigen Garten, in dem jede Menge Obst angebaut und geerntet wurde. Die Früchte wurden dann in einem sehr großen, dampfenden Topfungetüm auf wundersame Weise zu Saft verarbeitet. Als Kind erschien mir dieser Vorgang fast unheimlich… Aber natürlich hatte meine Oma alles bestens im Griff – und das was sie da veranstaltete war nix anderes als „Dampfentsaften“ oder „Heißentsaften“.

Grundsätzlich kann man den Vorgang des Entsaftens in zwei Gruppen einteilen:

  1. Heißentsaften (Dampfensaften)
  2. Kaltensaften

Heißensaften

Beim Dampfensaften mit einem elektrischen Entsafter oder einem Dampfentsafter werden die Früchte durch Wasserdampf aufgelöst so dass Saft austritt. Kerne und Stiele bleiben dabei getrennt. Auf diese Weise lässt sich mit relativ wenig Aufwand eine große Menge Fruchtsaft herstellen. Durch die Erhitzung wird der Saft natürlich konserviert und kann in sterilen Gläsern langfristig gelagert werden. Für kleine Beerenfrüchte wie z.B. Johannisbeeren ist das Heißentsaften ideal, da man mit dieser Methode den meisten Saft gewinnt. Aber auch für große Mengen Äpfel oder Birnen ist das Dampfensaften sehr gut geeignet, vor allem für Gartenbesitzer, die ihre Obsternte vor dem Winter „verarbeiten“ möchten. Zu Bedenken ist jedoch, dass durch das Erhitzen der Früchte leider auch die meisten Nährstoffe und Vitamine verloren gehen.

Kaltentsaften

Beim Kaltentsaften werden Gemüse und Früchte roh zu Saft verarbeitet – auf diesem Wege bleiben Vitamine, Enzyme und Nährstoffe weitestgehend erhalten. Beim Kaltentsaften gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten bzw. spezielle Geräte:

  1. Zentrifugen
  2. Slow Juicer / Saftpresse
1. Zentrifugenentsafter

Bei einem Zentrifugenentsafter werden Obst und Gemüse zuerst mit einer Reibscheibe zerkleinert. Im Anschluss wird der Saft durch Schleudern entzogen und durch ein Sieb von den festen Pflanzenbestandteilen getrennt. Diese bleiben als Trester im Entsafter zurück und der Saft fließt über eine Ausgusstülle ab.

Das Entsaften mit der Zentrifuge geht sehr schnell und die Geräte sind leichter und kompakter. Der Anschaffungspreis liegt in der günstigen bis mittleren Preisklasse. Leider ist so ein Gerät wirklich recht laut und durch die Reibung und den anschließenden „Schleudergang“ werden Vitamine und Enzyme angegriffen, da viel Sauerstoff unter die Flüssigkeit gewirbelt wird. Dadurch nimmt der Nährstoffgehalt des Safts ab. Wer morgens jedoch schnell seinen Energiekick für den Tag haben möchte, ist mit einem Zentrifugenentsafter gut beraten.

2. Slow Juice / Saftpresse

Mit einem sogenannten „Slow Juicer“ werden Gemüse und Obst besonders schonend zu Saft verarbeitet. Bei dieser Art der Entsaftung können auch „schwierige“ Gemüse wie z.B. Kohl oder Petersilie gepresst werden. Ein „Slow Juicer“ verfügt über eine oder mehrere „Schnecken“, und arbeitet in zwei Schritten: im ersten Schritt wird das Pressgut in Teile gebrochen – im zweiten Schritt werden diese Teile ausgequetscht. Saft und Trester gelangen in zwei getrennte Auffangbehälter. Die „Schnecke“ dreht sich langsam, so dass möglichst wenig Sauerstoff in den Saft gelangt. Das Entsaften mit einem „Slow Juicer“ dauert etwas länger und ist dafür wirklich leise. Der Saft ist homogen und kann mindestens 24 Stunden aufbewahrt werden. Ein Großteil der wichtigsten Inhaltsstoffe verbleibt im Saft und geht nicht verloren. Wer also viel Blattgemüse entsaften möchte – und das hochwertigste „Endprodukt“ erhalten möchte, ist mit der Investition in eine hochwertige Saftpresse sehr gut beraten.

Was kann entsaftet werden?

Entsaften kann man fast alles an Obst – vielleicht nicht unbedingt Bananen, da sie sehr viel Stärke enthalten. Kernobst wie Kirschen, Pflaumen oder Pfirsiche müssen besser entkernt werden – hingegen man bei Äpfeln oder Birnen das Gehäuse nicht unbedingt entfernt werden muss. Wer empfindlicher ist, was die Bitterstoffe angeht, sollte die Haut von Zitronen oder Orangen ebenfalls entfernen. Zitrusfrüchte oder Melonen müssen auch ohne Schalen entsaftet werden. Die Auswahl an Gemüse ist grenzenlos, da wirklich alles geeignet ist. Grundsätzlich sollte man jedoch darauf achten, alles vorher gut abzuwaschen und rohe Rote Beete vorher zu schälen. Ein Tipp: am besten saisonal einkaufen – nicht nur um Geld zu sparen sondern nur so enthält das Obst und Gemüse der Jahreszeit entsprechend die meisten Nährstoffe.

Unterschiede zum Smoothie

Der Unterschied zwischen Smoothie und Saft lässt sich leicht erklären:

Saft = Smoothie minus Ballaststoffe!

Wer lieber möglichst natürliche Lebensmittel mit allem „noch drin“ trinken möchte, ist vielleicht mit einem Smoothie besser beraten. Wer hingegen ein mit Nährstoffen vollgepacktes Getränk haben möchte, der ist mit dem Saft vermutlich besser beraten.

Unser Testgerät: BioChef Atlas Entsafter

Wir haben den Atlas Entsafter der Firma BioChef für unser Saft-Experiment verwendet. Bei dem Gerät handelt es sich um einen „Slow Juicer“. Die Entsaftung findet hier durch Kaltpressung statt, so dass alle Nährstoffe, Vitamine und Enzyme von Obst und Gemüse erhalten bleiben. Das Gerät lässt sich selbsterklärend zusammenbauen – wir mussten nicht die Bedienungsanleitung lesen :-)

biochef_altas_entsafter

Der Entsafter besitzt ein hohes Eigengewicht, so dass er sicher steht. Durch den relativ kleinen Einfüllschacht findet die Pressung sehr langsam, dafür besonders schonend statt. Der Bio Chef Atlas Entsafter ist geeignet für Obst oder Gemüse sowie fast alle Blattgemüse.

Die Saftausbeute ist wirklich beeindruckend, ebenso wie die saubere Ausgabe der Reste, auch Trester genannt. Die Konsistenz aller unserer Säfte war hervorragend und nicht schaumig. Ich habe zwei Gläser im Kühlschrank aufbewahrt und konnte den Saft noch 24 Stunden später genießen. Dieser Entsafter ist auch echt leise! Einziger Kritikpunkt wäre vielleicht der Reinigungsprozess – wir hatten ein bisschen Probleme beim Auseinandernehmen der einzelnen Teile. Laut Hersteller gibt es aber eine Selbstreinigungsfunktion um das Gerät zwischen den Entsaftungsvorgängen zu „säubern“.

Mehr Info:

Hier kann man den Entsafter kaufen:

Bei www.vitality4life.de  mit einem Gutscheincode 5%: deutschlandistvegan5

oder bei www.amazon.de

Finale SaftparadeUnsere Freestyle-Rezepte

Wir haben relativ spontan in der Obst- und Gemüseabteilung von Karstadt eingekauft, davon einen Teil in Bio-Qualität und den Rest konventionell. Wir haben insgesamt ca. 25 Euro ausgegeben – aber gar nicht alles verwendet. Die Ausbeute pro Rezept beläuft sich auf zwei größere Gläser.

Hier unsere vier Favoriten:

„Gurke Energy“ |  Zutaten:

  • 1 Salatgurke
  • 1 Apfel
  • 1 Birne
  • 1/2 Zitrone
  • 2 Handvoll Feldsalat

„Erdbeer Paprika Kiwi“ | Zutaten:

  • 1 Kiwi
  • 1 Apfel
  • 1 Paprika
  • 2 Handvoll Erdbeeren

 

„Bunter Möhren Mix“  |  Zutaten:

  • 2 Möhren
  • 3 Stangen Sellerie
  • 2 Stangen Rababher
  • 1 Saftorange
  • 1 Apfel

„Grüne Ananas“ | Zutaten:

  • 1 Handvoll Blattspinat
  • 1 Apfel
  • 1/2 Orange
  • 1/2 Zitrone
  • 1/2 Gurke
  • 1 kleines Stück Ingwer 

Welche Rezepte kennt ihr? Teilt sie gerne mit uns.

Danke vitality4life für das Gerät zum Testen.