Wer sich zum Thema Veganismus informieren möchte, der hat nicht nur eine wachsende Zahl an Büchern, Kochbücher oder TV-Berichten zur Auswahl, sondern auch eine inzwischen große Anzahl von Blogs, die sich auf ihre ganz eigene und zumeist ganz persönliche Art und Weise mit dem Thema Veganismus beschäftigen. Weit verbreitet sind zum Beispiel trotz der vielen veganen Kochbücher nach wie vor Rezepteblogs, aber auch der persönliche Weg in den Veganismus – bestes Beispiel ist Claudi goes vegan – werden zunehmend häufiger zum Inhalt eines Blogs. Dazu kommen solche Blogs, die ein große Zahl neuer Produkte aus den Bereichen Kosmetik oder Kleidung vorstellen, oder auch solche die sich eher dem Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit widmen. Auch das Thema Tierrechte findet man in zahllosen Blogs, aber auch Themen wie Sport oder Verreisen. Oder der eben Städteblogs, wo sich Deutschland is(s)t vegan am ehesten einreihen ließe.  Jede Menge Links zu all solchen Blogs findet ihr in unserer umfangreichen Blogliste auf der rechten Seite.

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Ein Blog ist uns zuletzt schon direkt aufgrund seines Titels aufgefallen: Sex, Tofu & Rock’n Roll – Das vegane Leben einer jungen Rockabella. Sex sells halt ;-). Also haben wir doch gleich mal die Betreiberin Miriam gefragt, wie sie auf den Titel gekommen ist, und was so auf ihrem Blog passiert.

Interview mit Miriam von Sex, Tofu & Rock’n Roll

Worüber bloggst du thematisch auf Sex,Tofu  & Rock’n Roll?

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Ich blogge zu 95% über das, was jeden Tag meiner veganen Küche entspringt. Das heißt, ich teile Rezepte mit meinen Lesern und zeige Ihnen auch, was ich von veganen Produkten auf dem Markt halte und was man mit diesen so anstellen kann. Die restlichen 5% sind Einflüsse meines täglichen Lebens. So wissen alle, die meinen Blog verfolgen, wann ich krank bin und es mir nicht gut geht oder ob sich etwas in meinem Leben ändert , wie z.B. bei einem Umzug. Mir gefällt es, in diesem Rahmen ein Stück von mir Preis zu geben, da die Verbreitung des Veganismus und mein Blog für mich Herzensangelegenheiten sind.

Wie bist du auf den Blog-Titel gekommen, was haben Sex, Tofu & Rock’n Roll gemeinsam?

Der Blog-Titel spiegelt meine Liebe zum Rock’n Roll wieder, der meinen Lebensstil prägt und somit genauso tief in meinem Alltag verankert ist wie der Veganismus. Und in unserer derzeitigen Gesellschaft ist das Leben als Veganer ähnlich rebellisch und andersartig wie ein Leben als Rockabilly: Man eckt unter „Normalos“ an, man hört „das sei ja nur eine Phase“ und man wird belächelt. Daher war es für mich ganz klar, dass ich direkt im Blog-Titel meine beiden Leidenschaften miteinander verbinde und da bot sich die Veränderung der Floskel „Sex, Drugs and Rock’n Roll“ einfach an. Und Tofu als DAS Lebensmittel, das die Gesellschaft mit Veganern und Vegetariern verbindet, wurde dann eben zu meinen „Drugs“ im Titel. Tofu als Droge der Veganer; das war das passende Quäntchen Selbstironie für mich.

Seit wann und wo lebst du vegan und was war dein persönlicher Auslöser?

Ich lebe seit Anfang des Jahres komplett vegan, aber habe schon zuvor Monate damit verbracht, diese Ernährung in meine zu integrieren. In 2 Monaten nehme ich meinen Mann und meine vegane Küche unter den Arm und ziehe an die Nordsee. Diese Offenheit für Neues, sei es für einen neuen Wohnort oder eine neue Ernährungsweise, war die treibende Kraft für mich vegan zu werden. Ich habe zwar Ernährung studiert und kannte die Schattenseiten der Lebensmittelindustrie, aber der Auslöser für endgültigen Veganismus war das Buch „China Study“ von T. Colin Campbell. Für mich als Ernährungswissenschaftlerin brauchte ich einfach diese Fakten, die mich auch gesundheitlich von veganer Ernährung überzeugen. Da Veganismus im Studium als „nicht empfehlenswerte Ernährungsweise“ gelehrt wird, waren mir die positiven Aspekte nicht klar. Doch Campbell hat für mich einen Meilenstein gelegt für die ernährungsmedizinische Akzeptanz der veganen Ernährung . Das klingt vielleicht nüchtern, aber der Wissenschaftler in mir musste noch überzeugt werden, da ich nur vegan leben konnte, wenn ich 100%ig von den Vorteilen für mein Leben und das Leben aller überzeugt bin. Und das bin ich.

Vielen Dank und viel Erfolg mit deinem Blog, Miriam!

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