Liebe Leser, Weihnachten und der Jahreswechsel stehen kurz bevor, und so wollen wir die Gelegenheit nutzen, uns an dieser Stelle nicht nur bis zum nächsten Jahr zu verabschieden, sondern uns vor allem bei euch für euer Interesse und euer Feedback bedanken! Die Zugriffszahlen auf www.deutschlandistvegan.de steigen weiterhin Monat für Monat auf einen neuen Rekord, und bei Facebook haben inzwischen über 3.500 Menschen „Gefällt mir!“ geklickt. Das ist wirklich Wahnsinn für gerade mal gut 13 Monate Deutschland is(s)t vegan. Vielen Dank dafür! Das macht uns stolz und motiviert uns natürlich weiter zu machen.

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Man darf auch eines nie vergessen: Deutschland is(s)t vegan ist das unermüdliche und unbezahlte Engagement einer kleinen Blogger-Gemeinschaft. Es gibt keinerlei Finanzierung, alles geschieht sozusagen in der (dadurch knappen) Freizeit. Und trotzdem macht es total Spaß, weil wir das Gefühl haben, ein ganz klein wenig mitzuhelfen, interessierten Menschen wertvolle Informationen und Denkanstöße zu geben und gleichzeitig denjenigen, die ein veganes Angebot für uns alle bereitstellen, also Restaurants, Shops und Produzenten, ein wenig Unterstützung zukommen zu lassen. Das ist die Mühe allemal wert.

Veganes Zeug

Pläne für 2013

Wir haben 2013 natürlich viel vor, und es wird dann wohl Deutschland is(s)t vegan nicht nur als Internetseite sondern irgendwie auch gedruckt geben. Aber dazu können wir momentan noch nicht zuviel verraten. Und wir haben weitere Ideen, abgesehen von den Artikel auf www.deutschlandistvegan.de, wo seit Bestehen im Schnitt mehr als 1 Artikel pro Tag erschienen ist. Selbstverständlich halten wir euch auf dem Laufenden, sobald die Sachen spruchreif sind.

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Was mir nicht gefallen hat

Was mir persönlich – und ich denke damit spreche ich vermutlich zumindest weitgehend auch für den Rest des Teams – nicht so gut in 2012 gefallen hat, ist die teilweise erschreckende Art und Weise wie in der „veganen Community“ manchmal miteinander umgegangen wird, besonders im Rahmen irgendwelcher Facebook-Kommunikationen. Da wird kräftig ausgeteilt, wenn jemand anderer Meinung ist, oftmals persönlich beleidigt. Omnivore lebenden Menschen wird vielfach das Gefühl vermittelt „wir“ Veganer seien etwas Besseres, während alle anderen dumm sind. Wenn ich Aussagen lese wie „bei mir kommt kein Fleischesser ins Haus“, schüttelt es mich schon ein wenig. Ich würde mir ein wenig mehr Toleranz wünschen, ein wenig mehr konstruktiven und respektvollen Umgang untereinander. Das führt leider inzwischen sogar dazu, dass manch einer am Veganismus interessierte Mensch sich erschrocken zurückzieht angesichts einer solchen teilweise arroganten, beleidigenden oder aggressiven Ansprache, die ihm da manchmal widerfährt. Wie schade, wenn dadurch das Gegenteil von dem bewirkt wird, was man sich doch eigentlich wünscht – das immer weniger Tiere ihr Leben für den sogenannten „Fleischgenuss“ lassen müssen. Dogmatismus und Beleidigungen bringen den Veganismus jedenfalls nicht nach vorne, und man darf den Menschen durchaus auch ein wenig Zeit einräumen, sich zu verändern. Ich persönlich jedenfalls habe ein paar Jahre gebraucht, bis ich mich für eine vegane Lebensweise entschieden habe. Also gestehe ich das auch anderen Menschen zu. Ich finde jeden Schritt in diese Richtung toll und freue mich, wenn Freunde immerhin schon mal den Schritt zum Vegetarier gemacht haben – in der guten Hoffnung, dass sie sich noch intensiver mit dem Thema beschäftigen werden.

Mein Wunsch

Ich bin realistisch: Wir werden die Menschen nicht von heute auf morgen verändern können. Aber ich habe das Gefühl, es verändert sich langsam und stetig etwas zum Positiven. Wo viele Veganer bereits Stunden vor der Ausstrahlung einer TV-Doku zum Thema Veganismus wissen, dass die garantiert absolut schlecht sein wird und die Sendung ungesehen verreissen (weil sie könnte ja zu einer noch besseren Zeit kommen, weil keine Massentierhaltungsbilder gezeigt wurden, die Moderatorin doof ist oder warum auch immer), sehe ich vor allem eines: Dass das Thema immer mehr, wie man so schön sagt, in der Mitte der Gesellschaft ankommt. Dass immer mehr Menschen immer öfter kleine oder gar große Schritte in die aus meiner Sicht richtige Richtung wagen. Und das finde ich großartig. Ich will keinen exklusiven und elitären Veganer-Club (in dem man sich auch noch teilweise so behandelt wie oben angesprochen), sondern ein Umdenken eines möglichst großen Teils unserer Erd-Bevölkerung. Ich wünsche mir, dass weniger Tiere, Menschen und unsere Umwelt unnötig leiden müssen. Ganz einfach, lieber Weihnachtsmann, oder?

Und falls der Weihnachtsmann nicht kommt, gibt es ja noch uns alle, die auf unsere ganz eigene Art mit helfen, damit sich immer mehr Menschen dazu entscheiden: Go vegan!

Ich wünsche euch im Namen des gesamten DIV-Teams wundervolle Weihnachtstage im Kreise eurer Lieben und einen tollen Jahresstart. Bis 2013!

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