Leyla Mansouri schrieb mich vor einiger Zeit an und lobte unsere Arbeit. Sie sagte, sie möchte sich auch gerne engagieren und ihre Erfahrungen mit uns und unseren Lesern teilen. Die 16-jährige Schülerin aus Nürnberg lebt selbst vegan und macht unterschiedliche Erfahrungen mit ihrem Lebensstil. Ich war so berührt. Mit 16 wusste ich nicht mal, was vegan bedeutet und hatte ganz andere Themen im Kopf. Dabei ist diese Generation so wichtig für die Gestaltung der Zukunft. Junge Frauen wie Leyla sind die Unternehmerinnen, Politikerinnen, Mütter und Macherinnen der Zukunft. Sie entscheiden das Bewusstsein neuer Generationen und prägen ihre Mitmenschen. Da musste ich nicht lange überlegen, natürlich bekommt Leyla die Chance unseren jungen LeserInnen Einblicke in die vegane Lebensweise zu gewähren. Wir schätzen das Engagement sehr und sagen jetzt schon: „Lieben Dank“! Wir stellen euch heute Leyla vor und freuen uns sehr über euer Feedback.

Hallo Leyla, schön, dass du uns kontaktierst hast. Deine Anfrage und dein Wunsch für unsere jungen Leser eine Kolumne zu schreiben, hat mich sehr berührt und beeindruckt. Was sollten wir denn unbedingt über dich wissen?

Ich bin bin eine 16-jährige vegane Schülerin aus der wunderschönen Stadt Nürnberg. Wenn man eine Sache über mich wissen muss, dann, dass ich es liebe zu reisen, neue Orte und neue Kulturen kennenzulernen. (Ich weiß- klischeehaft, tut das nicht eigentlich jeder?) Was mich am meisten fasziniert ist wie unterschiedlich die Menschen sein können, abhängig davon wo sie leben. Man erkennt eindeutig ein Schema in jedem Land, wenn nicht sogar in jeder Stadt. Doch egal wo man ist, man lernt immer was dazu.

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Warum ernährt sich eine 16-jährige Schülerin vegan? 

Ich habe Tiere schon immer sehr geliebt und als ich dann auf den Film „Earthlings“ (Erdlinge) gestoßen bin hat sich alles für mich verändert. Ich befasste mich mit dem veganen Lebensstil, doch entschloss mich zunächst auf eine vegetarische Ernährung umzusteigen. Nach einem Jahr stoß ich wieder vermehrt auf die vegane Lebensweise und informierte mich nun intensiver. Ab diesem Zeitpunkt merkte ich, dass vegan sein das einzig Logische für mich ist. In meinen Augen sind es eindeutig die Vorteile des veganen Lebensstils, die überwiegen. Ich tue damit nicht nur was gutes für die Tiere, sondern auch für meine Mitmenschen und sogar für meine eigene Gesundheit. Also fing ich an nach Rezepten zu schauen, worauf ich achten muss und ich begann mit der Umstellung. Diesen Schritt habe ich keine einzige Sekunde lang bereut. Ich bin fest von meiner Lebensweise überzeugt.

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Dann hast du ja viele schöne Rezepte ausprobiert. Verrate uns doch dein Lieblingsrezept.

Abgesehen von den leckeren marokkanischen Rezepten, die meine Mutter oft benutzt (wenn man das Fleisch weglässt ist nämlich so gut wie alles vegan), ist mein mit Abstand liebstes Rezept das für diese Muffins hier. Ich liebe es zu backen und habe lange nach einem Rezept für einen guten Grundteig gesucht. Endlich habe ich es gefunden. Seitdem sind wir unzertrennliche Freunde.

Rezeptidee siehe hier bei chefkoch.de

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Wie reagieren deine Familie und Freunde auf deine Einstellung?

Dadurch, dass ich mich schon mehr als ein Jahr lang vor meiner Umstellung vegetarisch ernährt habe, war es für meine Familie kein großer Schock. Auf die Frage weshalb ich das denn mache, habe ich natürlich meine Meinung geäußert und sie konnten es dadurch nachvollziehen und unterstützen mich in meiner Lebensweise. Bei Freunden war das ein wenig anders. Sie waren überrascht und verdutzt, denn nur 2 Jahre zuvor war ich noch überzeugter Fleischesser. Aber auch sie erkannten schnell wie ernst ich das alles meinte und unterstützen mich ebenso sehr wie meine Familie. Ich bin wirklich dankbar dafür, es ist nicht selbstverständlich, dass die Leute in deinem Umfeld so viel Akzeptanz zeigen.

Wer inspiriert dich aus der veganen Community und warum?

Das ist wirklich eine schwere Frage. Es gibt so viele inspirierende Menschen in dieser Community. Mich inspirieren alle. Ohne die öffentlichen Personen der veganen Szene wäre ich nie auf das Thema gestoßen. Das erste Mal, dass ich von dem Film Erdlinge hörte, war in den sozialen Medien. Und ich stieß immer öfter auf das Thema Vegan, auch heute noch, wobei jeder für mich eine Inspiration ist und ich jedes Mal etwas Neues lerne. Aber ich muss sagen, dass mich die Menschen aus meiner Generation ein wenig mehr motiviert haben, einfach weil ich eine gewisse Verbindung zu ihnen habe. Denn wenn sie es schaffen während der Schule und als normaler Jugendlicher vegan zu sein, wieso sollte ich das dann nicht auch können?

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Du möchtest für unser Magazin schreiben, was ist dein Ziel?

Hauptsächlich ist mein Ziel zu veranschaulichen, wie einfach es sein kann als Jugendlicher in Deutschland vegan zu sein. Ich möchte eigene Erfahrungen sowie auch Tipps und Rezepte in eurem Magazin teilen, in der Hoffnung, dass ich somit veganen Jugendlichen weiter helfen kann oder vielleicht sogar die, die es noch nicht sind, inspirieren und dazu bewegen kann diesen Schritt zu wagen. Es ist für unsere gemeinsame Zukunft und unsere Generation kann soviel verändern. Ich möchte Teil dieser Veränderung sein.

Liebe Leyla, ich danke dir für das tolle Interview und es macht mich wirklich glücklich, dass es junge und engagierte Menschen wie dich gibt und ja, es ist unsere gemeinsame Zukunft, die wir verändern können. Schön, dass du zukünftig deine Erfahrungen mit uns teilen wirst.