82 + = 86

Ein einzelnes Messer ist schnell gekauft, ein Set zusammenzustellen dauert länger. Die Frage ist dabei nicht, welche Marke auf der Klinge steht, sondern welche Formen du am Brett tatsächlich in die Hand nimmst. Bei den meisten sind das drei, und die übrigen neun im großen Block bleiben stecken. Wer mit diesen drei anfängt, hat für dasselbe Geld drei Messer, die jeden Tag im Einsatz sind.

Kochmesser, Gemüsemesser, Brotmesser

Das Kochmesser mit rund zwanzig Zentimetern macht den größten Teil der Arbeit. Damit würfelst du Zwiebeln und hackst Kräuter, ohne die Klinge zwischendurch zu wechseln. Ein kürzeres Kochmesser mit sechzehn Zentimetern wirkt im Laden handlicher, aber beim Zerteilen eines Kohlkopfs merkst du die fehlende Länge sofort. Das kleine Gemüsemesser mit acht bis zehn Zentimetern übernimmt alles, was du frei in der Hand hältst, also Äpfel schälen oder die Erdbeeren für den Kuchen entstielen. Das Brotmesser mit Wellenschliff kommt schließlich an die feste Kruste heran, auf der eine glatte Klinge abrutscht. Mehr Formen brauchst du am Anfang nicht, denn diese drei decken zusammen fast jeden Handgriff ab, der in einer normalen Woche anfällt.

Lieber drei gute als zwölf mittlere

Ein Block mit zwölf Klingen sieht komplett aus, aber du greifst Woche für Woche zu denselben drei. Darum konzentrierst du dein Budget besser auf wenige Messer. Bei einem Messerset entscheiden zwei Dinge, die du bei jedem einzelnen Schnitt spürst. Das eine ist der Griff, der in deine Hand passen muss und nicht in eine Musterhand. Das andere ist der Übergang vom Griff zur Klinge, denn wenn der Stahl durchgehend bis ins Griffende läuft, liegt das Messer ruhiger und hält deutlich länger. Nimm das Messer dafür einmal am Übergang zwischen Griff und Klinge hoch. Kippt es weder nach vorn noch nach hinten weg, stimmt die Balance. Welche Farbe der Block hat, merkst du dagegen nach zwei Wochen nicht mehr.

Was du erst in zwei Jahren dazustellst

Nach ein paar Monaten merkst du selbst, wohin deine Küche läuft. Wer viel Gemüse schneidet, stellt irgendwann ein Santoku dazu. Genau darum lohnt es sich, beim Kauf auf die Serie zu achten und nicht nur auf den Karton. Das Sortiment von knivesandtools ist nach Serien geordnet, und danach suchst du in zwei Jahren, wenn dein Kochmesser noch einen kleinen Bruder bekommen soll. So bleiben Stahl, Griff und Gewicht über das ganze Set gleich, und du greifst irgendwann blind zum richtigen Messer.

Pflege, die keine fünf Minuten kostet

Nach dem Kochen reicht warmes Wasser und ein Handtuch, mehr Aufwand ist es nicht, solange du die Klingen nicht nass liegen lässt. Ein paar Züge über den Wetzstahl vor dem Kochen halten Kochmesser und Gemüsemesser scharf. Das Brotmesser lässt du dabei aus, denn ein Wellenschliff braucht das nicht und verträgt es auch nicht. Zwei- bis dreimal im Jahr kommt der Wasserstein dran. Achte beim Block außerdem darauf, dass die Klingen seitlich aufliegen und nicht mit der Schneide auf dem Holz stehen. Das ist die ganze Routine, und sie sorgt dafür, dass sich alle drei Messer auch nach zehn Jahren noch gleich anfühlen.