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Fire Cider ist in aller Munde. Der würzige Auszug aus Apfelessig, Ingwer, Kurkuma, Knoblauch, Zwiebel, Zitrusfrüchten und Kräutern lässt sich ganz einfach selbst herstellen. Hier findest du das Rezept und erfährst, was hinter dem Trend steckt.

Was ist Fire Cider?

Fire Cider ist ein würziger Auszug auf Basis von Apfelessig, in dem verschiedene Kräuter, Gewürze, Gemüse und Früchte über mehrere Wochen ziehen. Traditionell kommen Zutaten wie Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln und Chili zum Einsatz. Je nach Rezept werden außerdem Zitrusfrüchte, Kurkuma, Rosmarin, Thymian oder weitere Gewürze ergänzt.

Der Name „Fire Cider“ – also sinngemäß „Feuer-Essig“ – passt dabei ziemlich gut: Durch Ingwer und Chili kann der Auszug ordentlich Schärfe entwickeln.

Besonders in der kalten Jahreszeit erfreut sich Fire Cider großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn die Kombination aus aromatischen Kräutern, Gewürzen und Zitrusfrüchten passt hervorragend in die Winterküche.

Ist Fire Cider fermentiert?

Auch wenn der Begriff manchmal den Eindruck erweckt, handelt es sich bei der klassischen Herstellung nicht um eine Fermentation.

Die Zutaten werden in bereits fertigem Apfelessig eingelegt und geben während der mehrwöchigen Ziehzeit ihre Aromen und Inhaltsstoffe an den Essig ab. Es handelt sich also vielmehr um einen Essigauszug beziehungsweise eine Mazeration.

Das macht die Herstellung besonders unkompliziert: Du brauchst weder Starterkulturen noch spezielle Fermentationskenntnisse.

Warum ist Fire Cider gerade im Winter so beliebt?

Die Zutaten, die traditionell für Fire Cider verwendet werden, bringen eine interessante Mischung verschiedener pflanzlicher Inhaltsstoffe mit.

Ingwer, Kurkuma, Knoblauch, Zwiebeln und Kräuter enthalten unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe. Orange und Zitrone liefern Vitamin C. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Fire Cider sollte dabei nicht als Heilmittel oder Ersatz für eine ausgewogene Ernährung verstanden werden. Vielmehr kann er eine abwechslungsreiche Ernährung mit pflanzlichen Lebensmitteln geschmacklich ergänzen.

Gerade im Winter ist es sinnvoll, weiterhin auf eine abwechslungsreiche Auswahl an Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen, Kräutern und Gewürzen zu setzen.

Fire Cider selber machen: Entdecke das würzige Rezept mit Apfelessig, Ingwer, Kurkuma, Knoblauch, Zitrusfrüchten und Kräutern

Veganen Fire Cider selber machen: Das Rezept

Zutaten für ein großes Glas

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knolle Knoblauch
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Bio-Zitrone
  • 80–100 g frischer Ingwer
  • 40–50 g frischer Kurkuma
  • 3–4 Zweige Rosmarin
  • 4–5 Zweige Thymian
  • ½ Bund frischer Koriander
  • 1 kleine Chilischote, optional
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 1–2 Zimtstangen
  • ca. 750–900 ml naturtrüber Apfelessig

Zubereitung

Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Kurkuma schälen und grob zerkleinern.

Orange und Zitrone gründlich waschen und in Stücke schneiden.

Chili, Rosmarin, Thymian und Koriander ebenfalls vorbereiten.

Alle Zutaten zusammen mit Pfefferkörnern und Zimt in ein sauberes Schraubglas geben.

Mit dem Apfelessig auffüllen, bis sämtliche Zutaten vollständig bedeckt sind.

Das Glas verschließen und für etwa zwei bis vier Wochen an einem kühlen, dunklen Ort ziehen lassen.

Zwischendurch kann das Glas vorsichtig geschüttelt werden.

Nach der Ziehzeit den Fire Cider durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen und in eine saubere Flasche füllen.


Klassischerweise wird Fire Cider nach dem Abseihen häufig mit Honig gesüßt. Für diese vegane Variante verzichten wir darauf. Wer den Geschmack etwas milder und süßer mag, kann alternativ Ahornsirup verwenden.

Worauf solltest du bei der Herstellung achten?

Für einen selbstgemachten Fire Cider ist vor allem sauberes Arbeiten wichtig. Das Glas sollte vor der Verwendung gründlich gereinigt werden und die verwendeten Zutaten sollten frisch und unbeschädigt sein.

Alle festen Bestandteile sollten während der Ziehzeit möglichst vollständig mit Essig bedeckt bleiben. Der Essig macht den Auszug zwar sauer, sollte aber nicht automatisch mit einer sicheren Konservierung gleichgesetzt werden.

Bei selbst angesetzten Lebensmitteln ist außerdem wichtig, auf Veränderungen wie Schimmel, ungewöhnlichen Geruch oder eine auffällige Veränderung des Aussehens zu achten. Im Zweifel sollte der Ansatz entsorgt werden.

Wie kann man Fire Cider verwenden?

Fire Cider ist ausgesprochen intensiv und kann deshalb vielseitig in der Küche eingesetzt werden.

Zum Beispiel kannst du ihn

  • in Salatdressings verwenden
  • über gegartes Gemüse geben
  • für Marinaden einsetzen
  • mit etwas Wasser verdünnen
  • zum Abschmecken von Suppen und Saucen verwenden
  • als würzige Komponente in Bowls einsetzen

Wer es gerne scharf und sauer mag, kann ihn auch in kleinen Mengen verdünnt trinken.

Gerade bei empfindlichem Magen sollte man allerdings vorsichtig sein, denn die Kombination aus Essig, Ingwer und Chili kann durchaus intensiv sein.

Fire Cider: Das Wichtigste auf einen Blick

Was ist Fire Cider?
Ein würziger Auszug aus verschiedenen Zutaten in Apfelessig

Ist Fire Cider fermentiert?
Nein, bei der klassischen Herstellung handelt es sich um einen Essigauszug und nicht um eine Fermentation

Wie lange muss Fire Cider ziehen?
Etwa zwei bis vier Wochen

Welche Zutaten gehören hinein?
Typisch sind unter anderem Apfelessig, Ingwer, Knoblauch, Zwiebel und Chili. Je nach Rezept kommen Zitrusfrüchte, Kurkuma und Kräuter dazu

Kann man Fire Cider trinken?
Ja, allerdings ist er sehr intensiv und sollte nach Geschmack verdünnt werden.

Fire Cider ist ein unkomplizierter selbstgemachter Essigauszug, der jede Menge Aroma in die Winterküche bringt. Die Kombination aus Ingwer, Kurkuma, Knoblauch, Zwiebel, Zitrusfrüchten und frischen Kräutern macht ihn besonders intensiv und vielseitig.

Als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung kann er eine spannende Möglichkeit sein, mehr pflanzliche Zutaten, Kräuter und Gewürze in den Alltag zu integrieren.

Und vielleicht ist genau das die schönste Seite des Fire Ciders: kein Wundermittel, sondern ein einfaches Küchenprojekt mit ordentlich Feuer.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Fire Cider ist kein Arzneimittel und nicht zur Behandlung von Erkrankungen bestimmt.

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