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Manchmal fühlt es sich an, als würde im Bauch einfach nichts weitergehen. Die Verdauung ist langsam, nach dem Essen bleibt lange ein unangenehmes Völlegefühl oder der Toilettengang funktioniert nicht so regelmäßig wie gewohnt.

Hinter einem „trägen Darm“ können ganz unterschiedliche Ursachen stecken. Neben Ernährung und Flüssigkeitszufuhr spielen auch Bewegung, bestimmte Medikamente, Erkrankungen und die eigentliche Beweglichkeit unseres Verdauungstrakts – die sogenannte Darmmotilität – eine Rolle.

Was bedeutet ein träger Darm eigentlich?

„Träger Darm“ ist keine medizinische Diagnose. Umgangssprachlich wird damit meist eine langsame Verdauung oder Verstopfung beschrieben.

Von Verstopfung spricht man unter anderem bei weniger als drei Stuhlgängen pro Woche, hartem oder trockenem Stuhl, Schwierigkeiten beim Stuhlgang oder dem Gefühl, dass sich der Darm nicht vollständig entleert hat. Wie häufig ein Mensch Stuhlgang hat, ist allerdings individuell unterschiedlich.

Interessant ist dabei nicht nur die Konsistenz des Stuhls. Auch die Darmbewegung selbst spielt eine entscheidende Rolle.

Warum Darmbewegung so wichtig ist

Unser Verdauungstrakt ist keineswegs ein starres Rohr. Seine Muskulatur erzeugt koordinierte Bewegungen, durch die Nahrung und später der Darminhalt weitertransportiert werden.

Diese Bewegungen werden als gastrointestinale Motilität bezeichnet und unter anderem vom Nervensystem gesteuert.

Wer tiefer in dieses Thema einsteigen möchte, findet hier unseren Artikel: Darmmotilität anregen: Was Ingwer und Artischocke für die Verdauung tun können. Dort erklären wir auch, warum die Kombination aus Scharf- und Bitterstoffen interessant sein kann und was hinter Motil Care von embelly* steckt.

1. Ballaststoffe

Ballaststoffe gehören zu den wichtigsten Ernährungsfaktoren für eine normale Verdauung. Sie kommen beispielsweise in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst, Nüssen und Samen vor.

Als Orientierung nennt das amerikanische National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases für Erwachsene je nach Alter und Geschlecht etwa 22 bis 34 Gramm Ballaststoffe täglich. Wichtig: Wer seine Ballaststoffzufuhr erhöht, sollte dies schrittweise tun.

Mehr ist außerdem nicht automatisch besser. Gerade bei bestehenden Darmbeschwerden kann eine plötzlich sehr ballaststoffreiche Ernährung unangenehm sein.

2. Ausreichend trinken

Ballaststoffe brauchen Flüssigkeit. Ausreichendes Trinken trägt dazu bei, dass der Stuhl weicher bleibt und leichter weitertransportiert werden kann.

Besonders wer seine Ballaststoffzufuhr erhöht, sollte deshalb gleichzeitig auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

3. Bewegung

Auch unser Bewegungsverhalten kann Einfluss auf die Verdauung haben. Regelmäßige körperliche Aktivität gehört deshalb zu den klassischen Empfehlungen bei Verstopfung.

Das muss nicht zwingend intensiver Sport sein. Spaziergänge und mehr Bewegung im Alltag sind ein guter Anfang.

4. Essenspausen und der „Putztrupp“ des Darms

Besonders spannend ist der sogenannte Migrating Motor Complex, kurz MMC.

Dabei handelt es sich um ein wiederkehrendes Bewegungsmuster von Magen und Dünndarm, das vor allem im nüchternen Zustand auftritt. Vereinfacht gesagt transportieren diese Bewegungswellen unter anderem verbliebene Nahrungsreste und Sekrete weiter in Richtung Dickdarm. Deshalb wird der MMC manchmal auch als eine Art „Putztrupp“ des Verdauungstrakts beschrieben.

Nach einer Mahlzeit wird dieses Bewegungsmuster unterbrochen und die Verdauungsaktivität nach dem Essen übernimmt.

Das bedeutet nicht, dass jeder Mensch möglichst lange fasten muss. Es zeigt aber, dass der Verdauungstrakt zwischen den Mahlzeiten ebenfalls wichtige Arbeit leistet.

5. Das Nervensystem

Darm und Nervensystem sind eng miteinander verbunden. Das enterische Nervensystem bildet ein komplexes Nervengeflecht innerhalb des Verdauungstrakts und ist wesentlich an dessen Bewegungsabläufen beteiligt.

Genau deshalb lässt sich Darmgesundheit nicht ausschließlich auf einzelne Lebensmittel reduzieren.

Auch Schlaf, Alltag, Stress und das allgemeine Wohlbefinden können im größeren Zusammenhang mit der Verdauung relevant sein. Die Steuerung der gastrointestinalen Motilität ist komplex und umfasst sowohl neuronale als auch hormonelle Mechanismen.

6. Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel

Auch Medikamente können eine verlangsamte Verdauung begünstigen. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Schmerzmittel, Antidepressiva, Anticholinergika und einige Blutdruckmedikamente.

Selbst Nahrungsergänzungsmittel können eine Rolle spielen. Eisenpräparate gehören beispielsweise zu den Präparaten, die Verstopfung begünstigen können.

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt und plötzlich Veränderungen bei der Verdauung bemerkt, sollte diese deshalb nicht eigenständig absetzen, sondern ärztlich abklären, ob ein Zusammenhang bestehen könnte.

Darmmotilität anregen: Ingwer & Artischocke für den Darm

Was Ingwer und Artischocke damit zu tun haben

Auch bestimmte Pflanzen werden traditionell im Zusammenhang mit der Verdauung eingesetzt. Besonders interessant ist die Verbindung aus Scharfstoffen des Ingwers und Bitterstoffen der Artischocke.

Genau auf diese Kombination setzt Motil Care von embelly. Zusätzlich enthält das Produkt Acetyl-L-Carnitin und Vitamin B6. Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.

Mehr zur Zusammensetzung und zur Darmmotilität erklären wir ausführlich in unserem Artikel:

Darmmotilität anregen: Was Ingwer und Artischocke für die Verdauung tun können

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Wann sollte ein träger Darm abgeklärt werden?

Nicht jede vorübergehende Veränderung beim Stuhlgang ist problematisch. Gerade Reisen, Veränderungen der Ernährung oder des Tagesablaufs können die Verdauung vorübergehend beeinflussen.

Bleiben Beschwerden jedoch bestehen oder treten Blut im Stuhl, anhaltende Bauchschmerzen, Erbrechen, Fieber oder unbeabsichtigter Gewichtsverlust auf, sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.

Fazit: Ein träger Darm hat nicht nur mit Ballaststoffen zu tun

Für eine gut funktionierende Verdauung müssen viele Dinge zusammenspielen. Ballaststoffe und Flüssigkeit sind wichtig, aber auch Bewegung, das Nervensystem und die Motilität des Verdauungstrakts gehören dazu.

Deshalb lohnt es sich, Darmgesundheit etwas größer zu denken: nicht nur darauf schauen, was im Darm ankommt, sondern auch darauf, wie es weitertransportiert wird.

Werbung/Affiliate. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.