Weihnachten steht vor der Tür und ich bin ein bekennender Weihnachtsfan. Dennoch kann ich nie so ganz unbeschwert durch die Glühweinwolken der Weihnachtsmärkte schlendern. Das Fest ist einfach ein Konsum-Debakel, eines mit viel Müll noch dazu.

Gerade in der Vorweihnachtszeit mache ich mir Gedanken über Nachhaltigkeit, denn veganes Leben bedeutet mehr als der Verzicht auf tierische Lebensmittel.

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Daraus entstanden sind einige Tipps für ein nachhaltigeres Weihnachten, die man sehr einfach umsetzen kann. Das Ziel dabei: Weihnachten soll nicht sämtliche Öko-Klischees bedienen und auch nicht ohne Glitzer oder Genuss gefeiert werden. Das gehört für mich einfach dazu. Aber es geht auch ein bisschen klimafreundlicher, oder?

Geschenke einwickeln

Ich habe in meinem ganzen Leben hochgerechnet vielleicht dreimal Geschenkpapier gekauft. Schon immer war mir der Sinn unklar. Die meisten Menschen packen ihre Geschenke sogar noch kurz vor der Bescherung ein, nur um das Papier schon eine Stunde später wieder in den Müll zu werfen. Das geht besser, nämlich je nach Größe des Geschenkes so: Wickelt euer Präsent in Zeitungspapier ein. Zugegeben, das klingt ein wenig nach Kindergarten-Basteln, sieht tatsächlich aber ganz gut aus, besonders mit einer Schleife aus Bast, Stroh oder grobem Jutestoff. Wer es bunt mag, kann Recycling-Packpapier mit Biofarbe verzieren. Voraussetzung: Ihr könnt malen! Ansonsten lasst euer Papier bzw. die Zeitung einfach „nude“. ;) Für kleinere Geschenke eignen sich auch Gästehandtücher, Geschirrhandtücher oder Totebags: Geschenk hinein, oben mit einer Schleife verschließen und fertig ist die Verpackung mit Zweitnutzen.

Geschenke ohne Müll

Ich kenne niemanden, der richtig Freude am Geschenke kaufen hat. Es ist einfach purer Stress, neben einem zeitfressenden Job oder der Uni passende Dinge für Familie und Freunde zu finden. Ich mache es mir einfach: Mit meinem Lieblingsmenschen habe ich ein Abkommen getroffen. Wir schenken uns nichts, sondern unternehmen etwas zusammen. Weniger Müll und Stress, mehr Freude, mehr Zeit miteinander. Das ist so toll, dass ich das Konzept bald auf alle Menschen um mich herum ausweiten möchte.

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Spenden

Es gibt viele Tierschutzorganisationen, deren spendenfinanzierte Erfolge man direkt verfolgen kann. Spontan fallen mir da der Hof Butenland und die Albert-Schweitzer-Stiftung ein, aber es gibt natürlich unzählige Projekte, die dringend auf Hilfe angewiesen sind. Ihr könnt z.B. eine Patenschaft oder eine Jahresspende an die Organisation eurer Wahl im Namen des Beschenkten finanzieren. Geht sicher, dass der Weg eurer Spende transparent bleibt. Lokale Organisationen geben dem Beschenkten oft die Möglichkeit, seine „Patenkinder“ hin und wieder zu besuchen.

Den Baum nach dem Fest wieder aussetzen

Was man mit Tieren niemals machen darf, ist für Bäume gerade richtig: Setzt sie aus! Voraussetzung ist natürlich, dass euer Baum im Topf steht und noch eine Wurzel hat. Übrigens: Plastikbäume mögen auf den ersten Blick nachhaltiger, weil langlebiger, erscheinen. Aber das Fertigungsmaterial, die Umstände der Herstellung und der lange Transportweg sind oft untragbar. Für die Umwelt und auch für die Menschen im Fertigungsland.

Baumschmuck selber basteln

Als Baumschmuck eignen sich selbstgebastelte Kugeln aus Recyclingpapier. Eine tolle Bastelanleitung, die ich selbst ausprobiert habe gibt es z.B. hier. Lasst einfach den Drucker aus dem Spiel, wenn euch das zu „klimaunfreundlich“ ist. Die Kugeln wirken ohne den Druck oder mit handgemachter Verzierung genauso schick. Ansonsten eignen sich auch selbstgebastelte Strohsterne oder Recycling-Baumschmuck. Ich habe mich bereits auf dem Heldenmarkt in den Baumschmuck von Mai Vietnamese Handicrafts verliebt.

Den gibt es u.a. im Weltladen für 3,95 € das Stück. Ich weiß, das ist teuer, aber eine Mischung aus gekauft und selbst gebastelt sieht sowieso am besten aus. Wer Lichter an seinem Baum haben möchte, kann moderne LED-Lichterketten den „konventionellen“ vorziehen. Die halten sehr lange und haben einen geringen Stromverbrauch.

Wie feiert ihr euer Weihnachtsfest? Ich bin dankbar für jeden weiteren Tipp für ein nachhaltigeres Fest!