Was haben wir über die Hintergründe erfahren?

Claudi: Katzencafés kennt man eigentlich aus Korea. Da der Katzentempel das erste Deutschlands ist, mussten eine ganze Reihe an Untersuchungen und Vorschriften bewältigt werden, bevor das Café in München eröffnet werden konnte. So wird das Essen beispielsweise mit Plastikhauben serviert, die erst am Tisch abgenommen werden dürfen. Sogar an einer Schulung über Katzen beim Veterinäramt (welche über mehrere Monate ging!) musste der Geschäftsführer Thomas Leidner teilnehmen.

Linda: Ich habe im Vorfeld gelesen, dass einige wohl kritisieren, dass die Katzen mit Fleisch gefüttert werden und nicht vegan ernährt werden. Egal, wie man zu veganer Ernährung von Haustieren steht, sollte man wissen, dass Katzen eben von Natur aus Carnivoren sind und deshalb diese Form der Ernährung vom Amt vorgeschrieben worden ist und auch regelmäßig und streng kontrolliert wird. Es mag sein, dass man, wenn man gut informiert ist und bestimmte Dinge beachtet, auch Katzen vegan ernähren kann, aber aus genannten Gründen kommt das eben für die Tempelkatzen nicht in Frage.

 

Wie hat es uns geschmeckt?

Claudi: Sehr gut. Alles frisch gekocht bzw. zubereitet und ich finde es toll, dass es ein wechselndes Tagesangebot gibt. Was mich sehr freut ist, dass es vor allem Nicht-Veganern zu schmecken scheint. Der Großteil der Gäste kommt wegen der Katzen in das Café und isst dann gleich vegan. Und zwar ohne, dass dies groß thematisiert wird!

Linda: Total lecker, das Tempelsandwich entsprach genau meinem Geschmack und auch das Dessert aus gepopptem Amaranth, Kokos und Erdbeeren war ein Traum.

 

Wie ist das Preis-/ Leistungsverhältnis?

Claudi: Für mich als Münchnerin sind die Preise absolut in Ordnung. Die Getränkepreise empfinde ich als positiv. Lediglich das Tempelsandwich scheint mir verhältnismäßig teuer. Die Tagesgerichte kosten knapp 8 €.

Linda: Wenn man bedenkt, in welchem Viertel von München sich das Café befindet und dass von dem Geld ja auch das Katzenfutter, Katzenstreu und so weiter bezahlt werden muss, finde ich die Preise angemessen. Ein Schnäppchen ist es sicher nicht.

 

Was können wir zum Ambiente sagen?

Claudi: Da ich generell Locations mag die nicht zu vollgepackt sind, habe ich mich sehr wohl gefühlt. Toll finde ich, dass Bilder eines veganen Künstlers ausgestellt sind und die Holztische nachhaltig aus Bambus produziert wurden. Man nimmt zwischen Kratzbäumen, viele Kissen, Rückzugsmöglichkeiten und Katzenstühlen Platz. Das Cafe ist mit 160qm das größte vegane in München. Es ist nicht eng bestuhlt und die vier Katzen haben viel Platz.

Linda: Ich fand es sehr gemütlich. Dadurch, dass die Katzen dort leben und sich jederzeit frei bewegen können, bleibt leider nicht viel Möglichkeit für Dekoration, denn die Tiere könnten sich evtl. daran verletzten. Blumen z.B. könnten für die Katzen giftig sein. Aber dennoch finde ich es liebevoll eingerichtet und vor allem bei den Katzenmöbeln hat man nicht gespart. Und schließlich ist es ja deren Wohnung, deshalb ist es am wichtigsten, dass sie sich dort wohl fühlen.

 

Welchen Eindruck haben die Katzen auf uns gemacht?

Claudi: Ich bin ja eher „Hund“ als „Katze“. Die vier haben jedoch einen absolut fitten, wohlbehüteten und zufriedenen Eindruck auf mich gemacht. Das Beste: Sie stammen aus dem Tierschutz und haben nun 160qm inkl. Rückzugsmöglichkeiten für sich! Mein Liebling Jack hat nur drei Beine und ich finde es super, dass es Jack nun gut geht! Gleichzeitig kann er den Gästen noch zeigen, dass auch behinderte Tiere zauberhafte Weggefährten sein können. Jack ist übrigens derjenige, der am aktivsten ist und immer Menschennähe sucht.

Linda: Ich habe selbst zwei Katzen und kann daher aus Erfahrung sprechen. Eine Katze wird immer zeigen, wenn ihr etwas nicht zusagt oder sie sich nicht wohl fühlt. Sie benötigen ihre Ruhezeiten, wo man sie in Frieden lässt und sie suchen sich aus, von wem sie sich anfassen lassen. Die Tempelkatzen allerdings haben auf mich einen sehr entspannten Eindruck gemacht. Sie suchen die Nähe zu den Gästen, zeigen Neugierde und sind verspielt. Es liegt ausreichend Katzenspielzeug aus, sodass auch dem Spieltrieb der Katzen Genüge getan wird. Der dreibeinige Jack z.B. liebt den Laserpointer.

 

Sind wir mit dem Service zufrieden gewesen?

Claudi: Absolut – ein tolles Team! Man nimmt sich viel Zeit und erklärt den Gästen alles in Ruhe. Und zwar nicht nur zum Essen, sondern auch zu den Katzen und zum Veganismus. Immer wieder wird nachgefragt, ob alles ok sei, aber nie aufdringlich sondern sehr angenehm.

Linda: Wir wurden meganett begrüßt und bekamen alles ausführlich erklärt, sodass keine Wünsche offen blieben. Das Essen kam sehr schnell und sehr nett unterhalten kann man sich mit dem Besitzer und dem Personal auch. Eine rundum gelungene Sache.

 Katzentempel

Wo befindet sich der Tempel?

Im Univiertel, zwischen Veganista und Gratitude gelegen in der Türkenstr. 29.
 
Öffnungszeiten:
Dienstag – Samstag: 10:00 bis 20.00 Uhr
Sonntag und Feiertags: 10:00 bis 18:00 Uhr
Website
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