Hallo Ihr Lieben,

das lange Osterwochenende steht vor der Türe und vielleicht hat der ein oder andere von Euch auch schon darüber nachgedacht, was es leckeres zu Essen geben soll. Oft kommen ja zu solchen Gelegenheiten Veganer und Nicht-Veganer an einem Tisch zusammen und allen soll es so richtig gut schmecken. Damit Ihr Ostern wunderbar feiern und Eure Freunde, Bekannten und Lieben mal so richtig verwöhnen könnt, habe ich Euch ein köstliches 3-Gänge Ostermenü zusammen gestellt. Bunt, lecker und einfach umzusetzen! Lasst es Euch gutgehen und genießt den Frühling, Eure Lea <3

Vorspeise
Karottensuppe mit Erbsen-Minz-Pesto und krossem Tofu

Hauptspeise
Grüner Ofenspargel mit cremiger, veganer Sauce Hollandaise

Nachspeise
Köstliche Rhabarber-Ingwer-Fruchtstücke

Na, habt Ihr Lust bekommen eines oder mehrere dieser Rezepte für Euer Osterfest auszuprobieren? Super, dann lasst uns kochen!

Vorspeise

Zutaten Karottensuppe mit Erbsen-Minz-Pesto & krossem Tofu (4 Portionen)

Für die Suppe

  • 100-120 Gramm Zwiebel(n)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 Gramm frische, knackige Karotten mit Karottengrün + kleine Karotten zum Garnieren
  • 250 Gramm Kartoffel(n)
  • 15-20 Gramm frischer Ingwer
  • 2 EL Kokosöl (oder ein anderes Pflanzenöl)
  • 1 kl. TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • 1 kl. TL Ras el-Hanout (marokkanische Gewürzmischung)
  • 1 EL helle Reis-Misopaste (Produkt aus dem Bioladen), kann durch 1 EL Sojasoße ersetzt werden
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • 2 EL Zitronensaft (bzw. für Suppe und Topping eine Zitrone)

Für das Topping

  • 200 Gramm Erbsen (TK-Ware)
  • Eine Hand voll Karottengrün (von den Suppen-Zutaten; wenn Ihr keine Karotten mit Karottengrün bekommt, kann das aber auch einfach entfallen)
  • 2 EL Zitronensaft (Zitrone ist oben schon angeführt)
  • Eine Hand voll frische Minze
  • Eine Hand voll frische Petersilie
  • 2 EL Sojajoghurt
  • 1 EL Tahini
  • 200 Gramm Naturtofu
  • 2 EL Kokosöl
  • 1-2 TL Agavendicksaft
  • 1 EL glutenfreie Tamari Sojasoße (oder glutenhaltige Sojasoße, wenn keine Unverträglichkeit vorliegt)
  • 1 EL geröstete helle Sesamkörner
Zubereitung der Karottensuppe (ca. 35-40 Minuten)

Zwiebel und Knoblauchzehe abziehen und fein würfeln. 500 Gramm Karotten waschen, Karottengrün und Wurzelspitze entfernen. Eine Hand voll Karottengrün waschen und für das Pesto zur Seite legen. Karotten stückeln. Kartoffel(n) und Ingwerwurzel schälen.

1-2 EL Kokosöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel andünsten. Karotten- und Kartoffelstücke hinzu geben und kurz anbraten. 1 kl. TL Kurkuma sowie 1 kl. TL Ras el-Hanout hinzu geben und kurz mit anrösten. Die Zutaten mit 600 ml Wasser aufgießen, 1 EL Misopaste dazu geben und alles zusammen 18-20 Minuten köcheln lassen.

Anschließend Suppe mit einem Schneidstab pürieren und mit Wasser beliebig strecken (ca. 250 ml Wasser dazu gegeben). Die Suppe jetzt mit Salz, Pfeffer sowie ca. 2 EL Zitronensaft abschmecken und am Herd warm halten.

200 Gramm TK-Erbsen in warmem Wasser auftauen. 3-4 EL Erbsen zum späteren Garnieren zur Seite stellen. Jeweils eine Hand voll Minze und Petersilie waschen und trocken schütteln.

Erbsen zusammen mit 200 ml Wasser, einer Hand voll gewaschenen Karottengrün, Minze, Petersilie, 2 EL Zitronensaft, 1-2 EL Sojajoghurt, 1-2 EL Tahini sowie einer Prise Salz und Pfeffer im Mixer pürieren. Erbsencreme mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Naturtofu mit Küchenkrepp trocken pressen und würfeln. 2 EL Kokosöl in einer Pfanne erhitzen. Die Tofuwürfel anbraten, bis sie beginnen, leicht Farbe anzunehmen. Dann Tofu mit 2 TL Agavendicksaft kurz karamellisieren lassen und mit 1 EL Sojasoße ablöschen. Tofu leicht salzen. Zum Schluss 1 EL Sesamkörner dazu geben.

Karottensuppe nochmals erwärmen und auf Suppenteller aufteilen. Die Erbsencreme mit einem Löffel kreisförmig in die Suppe einrühren. Suppe mit den gebratenen Tofuwürfeln, den vorgehaltenen Erbsen, einigen Karottengrün-Blättchen  sowie pro Portion mit einer aufgeschnittenen Karotte versehen und mit Sesam bestreut servieren.

Hauptspeise

Zutaten für den Grünen Ofenspargel mit Sauce Hollandaise (4 Portionen)

Für den Spargel

  • 2x 500 Gramm grüner Spargel
  • 5-6 EL Olivenöl
  • 2 kl. TL Ras el-Hanout (marokkanische Gewürzmischung)
  • Eine große Prise Kreuzkümmel
  • Meersalz
  • Grober schwarzer Peffer
  • 2 Bio-Zitronen (unbehandelt)
  • Zum Bestreuen: 1 EL gerösteter Sesam (optional)

Für die Sauce Hollandaise & das Topping

  • 100 Gramm Cashew-Nüsse
  • 2 EL helles Tahini (Sesammus)
  • 1 kl. oder halbe Knoblauchzehe
  • 3 EL Hefeflocken
  • 1 TL scharfer Senf
  • Zesten von einer Bio-Zitrone (unbehandelt)
  • 4 EL Zitronensaft
  • 1 kl. TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • Meersalz
  • Grober schwarzer Peffer
  • 200 ml Pflanzendrink, z.B. Mandeldrink oder Haferdrink o.ä.
  • Einige Blätter frische, gewaschene Petersilie
  • Wer mag: 100 Gramm Erdbeeren
Zubereitung des Spargelgerichts (4 Stunden Einweichzeit, 30 Minuten Zubereitung + 25 Minuten Ofen-Zeit)

Cashewnüsse über Nacht, mindestens aber 4 Stunden in klarem Wasser einweichen lassen.

Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.

Den grünen Spargel waschen und die holzigen Enden etwa 1-1,5 cm abschneiden. Spargel mit 3 EL Olivenöl, Ras el-Hanout, Kreuzkümmel und Meersalz vermischen und in zwei Auflaufformen oder eine sehr große Auflaufform geben (in der regel benötigt Ihr zwei Formen für diese Menge). Eine Bio-Zitrone in Scheiben schneiden und die Scheiben auf dem Spargel verteilen.

Spargel mit den Zitronenscheiben bei 200 Grad Umluft für insgesamt 25-27 Minuten im vorgeheizten Ofen garen lassen.

Zesten von einer unbehandelten Bio-Zitrone abziehen und zum Garnieren bereit stellen.

In der Zwischenzeit die Hollandaise zubereiten: Eingeweichte Cashewkerne ohne Wasser mit 2 EL Tahini, einer kleinen Knoblauchzehe, 3 EL Hefeflocken, 1 TL scharfem Senf, der Hälfte der Zitronenzesten, 3-4 EL Zitronensaft sowie einem kl. TL Kurkuma, einer Prise Salz und reichlich Pfeffer in einen leistungsstarken Mixer geben. Die Zutaten zusammen mit 200 ml Pflanzendrink (z.B. Mandel-, Soja- oder Haferdrink) zu einer feinen Soße mixen. Hollandaise mit Salz und Zitronensaft abschmecken und mit Pflanzendrink beliebig verdünnen/strecken.

Erdbeeren waschen, das Erdbeergrün entfernen und aufschneiden.

Spargel nach 25-27 Minuten Backzeit aus dem Ofen nehmen und auf Teller verteilen. Ofenspargel mit Zitronensaft und dem „Bratsaft“beträufeln, nochmals leicht salzen und etwas pfeffern. Spargel mit Sauce Hollandaise beträufeln, mit Erbeerscheiben garnieren und mit Zitronenzesten, etwas gehackter Petersilie sowie gerösteten Sesamkörnern bestreut servieren.

Nachspeise

Zutaten für die Rhabarber-Ingwer-Fruchtstücke (6-8 Portionen,Backform 26×20 cm)

Für die Füllung

  • 350 Gramm Rhabarber
  • 50 Gramm Rohrzucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 20-25 Gramm Ingwer
  • Wer es süß mag: zusätzlich 1-2 EL Agavendicksaft
  • 2-3 EL Saft von eingelegter Roter Bete | für eine schöne Färbung
  • 150 ml Orangensaft | entspricht ca. dem Saft von 1 Orange
  • 2 EL feine Speisestärke

Für den Teig

  • 120 Gramm feine Haferflocken
  • 200 Gramm Dinkelmehl Typ 630
  • 80 Gramm Rohrzucker
  • 130 Gramm vegane Butter | z.B. Alsan
  • 2 EL Zimt
  • Eine große Prise Salz
  • 25 Gramm geschälte, ungesalzene Pistazien
Zubereitung der Rhabarber-Ingwer-Fruchtstücke (30 Min Arbeitszeit + 35-40 Minuten Backzeit)

Für die Füllung die Rhabarber-Stangen waschen und klein schneiden. Den klein geschnittenen Rhabarber mit 50 Gramm Rohrzucker und 2 EL Zitronensaft in einen Topf geben und erhitzen. Ein Stück Ingwer schälen und mit Hilfe einer Igwer-Reibe Saft und Fruchtfleisch der Knolle zum köchelnden Rhabarber geben.

Rhabarber ab und zu umrühren. Nach fünf Minuten Kochzeit 2-3 EL Saft von eingelegter Roter Bete untermischen. Eine Orange auspressen und 2 EL Speisestärke im Orangensaft auflösen. Orangensaft in den Rhabarber einrühren und nochmals 3-4 Minuten köcheln lassen.

Tipp: Die Speisestärke nicht direkt in die köchelnde Soße einrühren. Denn dann klumpt sie! Daher die Speisestärke zuerst in Orangensaft auflösen und dann in das köchelnde Fruchtpüree einrühren.

Wer mag, süßt den Rhabarber mit Agavendicksaft ein wenig nach. Der Rhabarber sollte nach insgesamt 10 Minuten Kochzeit eine feine cremige, leicht angedickte Masse sein. Ein Schneidstab wird nicht benötigt. Die entstandene „Rhabarber-Marmelade“ (Füllung) zur Seite stellen und abkühlen lassen.

In einer Schüssel Haferflocken mit Dinkelmehl, Rohrzucker, einer Prise Salz und Zimt vermischen. Vegane Butter kalt in kleine Stückchen schneiden und dazu geben. Mit den Händen so lange kneten, bis alle Zutaten gut vermischt sind und eine krümelige Teigmasse entstanden ist.

Ofen auf 190 Grad Umluft vorheizen. Die Auflaufform (26x20cm) mit Backpapier auslegen.

3/4 der bröseligen Teigmasse in die mit Backpapier ausgelegte Form geben, mit den Händen gut andrücken, einen leichten Rand bilden und einen festen Teigboden formen.

Die angedickte Rhabarber-Fruchtcreme mit einem Löffel gleichmäßig auf den Boden auftragen.

Nun die Pistazien mit einem stabilen Masser grob hacken. Den restlichen Bröselteig über die Rhabarberschicht verteilen. Gehackte Pistazien darüber geben. Die oberste Schicht mit flacher Hand leicht andrücken.

Die Auflauffom mit dem Rhabarber-Krümelkuchen bei 190 Grad Umluft für  30-40 Minuten in den Ofen geben, bis die oberste Schicht Farbe annimmt.

Den Rhabarber-Kuchen aus dem Ofen nehmen und mindestens 2-3 Stunden abkühlen und setzen lassen. Anschließend mit einem scharfen, stabilen Messer einzelne Rhabarber-Ingwer-Fruchtstücke abschneiden und genießen.

Tipp: Wenn Ihr den Kuchen zu schnell anschneidet, zerbröselt er noch recht stark und die Füllung läuft heraus. Gebt dem Gebäck Zeit sich zu setzen (!) und etwas durchzuziehen. Optimal ist es sogar, den Kuchen eine Nacht in den Kühlschrank zu geben und erst am Tag darauf aufzuschneiden. Dann die Fruchtstücke nach Belieben einfach nochmals 10 Minuten im Backofen erwärmen und servieren.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Osterfest und ganz viel Spaß beim zubereiten des Menüs! Eure Lea

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